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So sicher wie noch nie

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Foto: surachat - stock.adobe.com

Die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2018 zeigt einen Rückgang der Anzeigen und einen Anstieg der Aufklärungsrate: Die Sicherheit in Österreich steigt.

Die Zahl der erstatteten Anzeigen ist im Jahr 2018 um 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik für das Jahr 2018 hervor, die das Bundeskriminalamt nun präsentiert hat. In absoluten Zahlen bedeutet das einen Rückgang um 37.555 auf 472.981 Anzeigen. Die Gewaltkriminalität und die Eigentumsdelikte sind dabei rückläufig, die Internetkriminalität nimmt hingegen zu. Gleichzeitig konnte die Aufklärungsquote von 2017 auf 2018 um 2,4 Prozentpunkte auf 52,5 Prozent gesteigert werden.

Für Innenminister Herbert Kickl ein positiver Befund: „Die erfreulichen Entwicklungen bei der Zahl der Anzeigen und der Aufklärungsquote zeigen, dass wir unsere Schwerpunkte in der Kriminalitätsbekämpfung richtig gesetzt haben und unsere Maßnahmen bereits greifen“, sagte er.

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Hohe Aufklärungsquote bei Mord

Bei den Gewaltdelikten kam es zu einem Rückgang um 4,3 Prozent. Besonders hoch war die Aufklärungsquote bei vollendetem und versuchtem Mord – nämlich bei 95,3 Prozent. Bei den Vergewaltigungen war ein Anstieg der Anzeigen um 14,6 Prozent zu beobachten, aber auch hier stieg die Aufklärungsquote gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozentpunkte auf 81,3 Prozent.

Einen deutlichen Rückgang gab es im vergangenen Jahr bei den Eigentumsdelikten: Die Anzeigen in diesem Bereich gingen insgesamt um 12 Prozent auf knapp mehr als 170.000 zurück, ein Viertel der Delikte wurde aufgeklärt. Bei fast der Hälfte der Wohnungseinbrüche blieb es bei einem Versuch, was laut Bundeskriminalamt am guten Eigenschutz und den richtig gesetzten Präventionsmaßnahmen in der Bevölkerung liegt. Die Zahl der Anzeigen wegen Kfz-Diebstahls befindet sich auf einem Zehnjahrestief.

Trickbetrug und Internetkriminalität steigen

Einen starken Anstieg gab es indessen beim sogenannten „Enkeltrick“: Die angezeigten Trickbetrügereien stiegen um rund die Hälfte auf fast 3.000 Anzeigen. Ansonsten lässt sich ein Anstieg der Delikte vor allem bei der Internetkriminalität feststellen: Insgesamt waren es 2018 in diesem Bereich um 16,8 Prozent mehr Anzeigen als im Jahr davor, mit einer Aufklärungsquote von 37,4 Prozent. Einen besonders starken Zuwachs gab es bei Kinderpornografie (plus 58,4 Prozent) und bei Erpressung im Internet (plus 236,2 Prozent). Als Reaktion darauf hat das Bundeskriminalamt Ende 2018 eine eigene Arbeitsgruppe zur Bekämpfung der Internet-Erpressung eingerichtet. „Wir haben einen guten Weg eingeschlagen und werden diesen auch weiterhin konsequent beschreiten, indem wir schlagkräftig gegen analoge und digitale Kriminalität vorgehen“, betonte Innenminister Kickl.