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Der Roboter als Freund und Feind

Der Roboter als Freund und Feind
Foto: ©pict rider- stock.adobe.com

Künstliche Intelligenz (KI) verändert unser Leben. Sie bietet uns die Chance, den Alltag angenehmer denn je zu gestalten. Gleichzeitig bringt die Robotik für viele auch Ängste mit sich. Mit einer Strategie für den Umgang mit der neuen Technik sollen nun Chancen aufgezeigt und Gefahren gebannt werden.

Roboter übernehmen mehr und mehr die Arbeit von Menschen, Autos parken selbst ein und halten auf der Autobahn die Spur – Computersysteme, die intelligentes Verhalten zeigen, sind in vielen Bereichen schon heute Realität. Künstliche Intelligenz birgt für den Wirtschaftsstandort Österreich zahlreiche Chancen, aber auch ethische Gefahren. Das Digitalisierungs- sowie das Technologieministerium planen daher gemeinsam eine Strategie für Künstliche Intelligenz.

Für Österreich gilt es, den global stattfindenden technologischen Wandlungsprozess aktiv als Chance zu nutzen. Sieben Arbeitsgruppen werden Lösungen zu Themen wie Forschung und Innovation, Künstliche Intelligenz im öffentlichen Sektor oder Gesellschaft, Ethik und Arbeitsmarkt ausarbeiten. Die Überlegungen der Arbeitsgruppen werden unter anderem auf einem Papier des Österreichischen Rats für Robotik und Künstliche Intelligenz basieren.

Robotik – ein (fast) Alleskönner

In seinen Empfehlungen für die KI-Strategie nennt der Robotikrat vor allem gefährliche, monotone oder anstrengende Arbeiten, die von intelligenten Technologien übernommen werden könnten. Auch könne Künstliche Intelligenz zur frühzeitigen Diagnose von Krankheiten beitragen oder bei der Unterstützung älterer oder pflegebedürftiger Menschen helfen. Der Robotikrat sieht eine große Chance für die Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Unternehmen und damit auch von Arbeitsplätzen.

Breite Einbindung der Bevölkerung

Der Robotikrat und die Ministerien betonen auch die Aspekte dieses Transformationsprozesses, denen sie sich künftig besonders widmen werden: Der Arbeitsmarkt wird sich verändern, viele Aufgaben oder auch ganze Berufsgruppen werden obsolet werden. Umso wichtiger ist es, ethische, gesellschaftliche und soziale Fragen in die künftige KI-Strategie einfließen zu lassen. Der Robotikrat spricht sich dafür aus, nicht nur alle relevanten Stakeholder-Expertinnen und -Experten sowie Interessensgruppen, die direkt oder indirekt betroffen sind, sondern auch die breite Bevölkerung in den Strategieprozess einzubinden. Dies geschieht zum Beispiel in Form eines Online-Partizipationsprozesses im Mai.

Der Roboter als Freund und Feind
Foto: ©christian42 - stock.adobe.com

Strategie soll Ende 2019 stehen

Das Digitalisierungs- sowie das Technologieministerium sehen als Ziel ihrer gemeinsamen Strategie, österreichische Forschung, Technologie und Innovationen im Bereich der Künstlichen Intelligenz auf ein weltweites Spitzenniveau zu heben. Dabei soll aber der verantwortungsbewusste, auf das Gemeinwohl hin orientierte Einsatz von KI im Vordergrund stehen. Im Mai 2019 werden erste Ergebnisse der Arbeitsgruppen erwartet, die Strategie soll Ende 2019 der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Weiterlesen: Die größten Herausforderungen und Chancen der Künstlichen Intelligenz für den Wirtschaftsstandort Österreich haben die Ministerien in einer Broschüre zusammengefasst.