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Die digitale Schule

Die digitale Schule
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Die Zukunft der Schule in Österreich ist digital. Bessere Internetleitungen und moderne Lehrpläne sind wichtige Schritte in diese Richtung.

Österreichs Bildungswesen ist auf dem Weg in die Zukunft. An zwei von drei Neuen Mittelschulen (NMS), Allgemeinbildenden Höheren Schulen (AHS) und Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen (BMHS) wird bereits, bei Bedarf, mit schülereigenen Laptops oder Smartphones gearbeitet. Eigene Notebook-Klassen mit schülereigenen Geräten führen derzeit aber nur 5,9 Prozent der NMS, 6,4 Prozent der AHS und 14,6 Prozent der BMHS. Das hat eine Erhebung des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) im ersten Halbjahr 2018 ergeben. Dazu kommt, dass nur knapp die Hälfte der österreichischen Schulen in allen Unterrichts- und Aufenthaltsräumen über WLAN verfügt.

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Bessere Ausstattung allein hilft nicht

In der Vergangenheit habe es zwar viele Einzelinitiativen in diesem Bereich gegeben, eine „umfassende inhaltliche und organisatorische Auseinandersetzung hat bisher jedoch nicht stattgefunden“, sagte dazu Bildungsminister Heinz Faßmann in einem Vortrag an den Ministerrat. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) habe im Rahmen einer Zusatzauswertung von Pisa-Daten herausgefunden, dass Investitionen in die Digitalisierung nicht automatisch zu besseren Lernergebnissen führen. Für eine sinnvolle Nutzung von Informationstechnologien brauche es vor allem die richtigen pädagogischen Ansätze, erläuterte der Bildungsminister.

Drei Schwerpunkte

„Wir wollen das enorme Potenzial der Digitalisierung auch für das Schulwesen nutzbar machen, kündigte Bildungsminister Heinz Faßmann an. Es geht dabei nicht nur darum, die Schülerinnen und Schüler mit Programmen vertraut zu machen, sondern auch um die „Emanzipation von technischem Halbwissen und das kritische Hinterfragen von komplexen digitalen Fragen. Daher hat das BMBWF im zweiten Halbjahr 2018 mit den Arbeiten an einem „Masterplan Digitalisierung der Bildung“ begonnen, der bis 2023 umgesetzt werden soll. Konkret will das Bildungsministerium Projekte in drei zentralen Aktionsfeldern umsetzen:

  • Lehr- und Lerninhalte: Sämtliche Lehrpläne sollen im Hinblick auf das Thema Digitalisierung durchforstet und aktualisiert werden. Außerdem sollen digitale Lehr- und Lernutensilien für den Unterricht entwickelt oder angeschafft werden. Bereits seit dem Schuljahr 2018/19 steht „Digitale Grundbildung als „Verbindliche Übung“ im Stundenplan für Zehn- bis Vierzehnjährige.
  • Ausbildung von Lehrenden: Digitalisierung als Lehrinhalt und moderne Möglichkeiten zur Vermittlung sollen in die Lehrpläne zur Aus-, Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte aufgenommen werden.
  • Infrastruktur und moderne Schulverwaltung: Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) und dem Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) soll die schulische Infrastruktur in den kommenden Jahren sukzessive verbessert werden. Dazu gehören neben einer Breitbandanbindung auch WLAN im gesamten Schulgebäude sowie eine ausreichende Ausstattung mit mobilen Endgeräten. Ebenfalls geplant ist die Bündelung von relevanten, online verfügbaren Informations- und Serviceangeboten im Bildungsbereich.

Weiterlesen: Tipps zur Schul- und Berufswahl und weiterführende Links finden sich auf der Seite des Bildungsministeriums.