Schuldenberatungsstellen

Allgemeine Informationen

Schuldenberatung wird von gemeinnützigen Institutionen kostenlos angeboten. Beratungsstellen, die bestimmte Qualitätskriterien erfüllen, werden vom Präsidenten jenes Oberlandesgerichts, in dessen Sprengel die Schuldenberatungsstelle ihren Sitz hat, als staatlich anerkannte Schuldenberatungen bevorrechtet, die die Schuldnerin/den Schuldner auch vor Gericht vertreten können. Diese Schuldenberatungsstellen sind mit dem Schuldenberatungszeichen (Bundeswappen mit dem Wortlaut "Staatlich anerkannte Schuldenberatung") gekennzeichnet. Daneben existieren auch Stellen, die Schuldenberatung kostenpflichtig anbieten (z.B. Kreditvermittlerinnen/Kreditvermittler).

Aufgabenbereich

  • Hilfe zur Selbsthilfe, um die Ver- oder Überschuldung zu beseitigen oder zu verringern
  • Konkrete Unterstützung insbesondere bei
  • Psychologische Betreuung der Schuldnerinnen/Schuldner durch Sozialarbeiterinnen/Sozialarbeiter

Existenzminimum bei Pfändungen – Richtsätze 2021

  • Für die Verpflichtete/den Verpflichteten (allgemeiner Grundbetrag): 1.000 Euro monatlich
  • Bei Bezug von Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe (erhöhter allgemeiner Grundbetrag): 1.167 Euro monatlich
  • Für jede Unterhaltsberechtigte/jeden Unterhaltsberechtigten: zusätzlich 200 Euro monatlich

Zuständige Stelle

Liste Staatlich anerkannter Schuldenberatungsstellen (→ Schuldenberatung) in Österreich

Kosten

  • Staatlich anerkannte Schuldenberatung: kostenlos
  • Andere Stellen (z.B. Kreditvermittlerinnen/Kreditvermittler): kostenpflichtig

Zusätzliche Informationen

Auf den Seiten der Staatlich anerkannten Schuldenberatung (→ Schuldenberatung) besteht die Möglichkeit der Pfändungs- und Kreditberechnung.

Rechtsgrundlagen

Letzte Aktualisierung: 18. Februar 2021

Für den Inhalt verantwortlich: Bundesministerium für Justiz