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AusBildung bis 18

Aktuelle Informationen zu AusBildung bis 18, Ausbildungspflicht, Berufs- und Bildungswegorientierung, Jugendcoaching, duale Berufsausbildung  

Bildung und Ausbildung sind der Schlüssel für eine gesicherte Zukunft junger Menschen. Österreich weist zwar im Vergleich mit anderen Ländern eine niedrige Jugendarbeitslosigkeit auf. Angesichts der steigenden Qualifikationsanforderungen am Arbeitsmarkt bzw. für eine gesellschaftliche Teilhabe sind neun Jahre Bildung aber vielfach nicht mehr ausreichend. Österreich war bisher mit einer Dauer der Schulpflicht von nur neun Jahren eines der Schlusslichter innerhalb der Europäischen Union und befand sich international im Mittelfeld. Die Verlängerung der verpflichtenden Ausbildungszeit durch die AusBildung bis 18 hat wesentlich zu einer Verbesserung der Ausbildungssituation beigetragen.

Während die meisten Jugendlichen nach dem Ende der neunjährigen Schulpflicht ohnehin den Schulbesuch fortsetzen oder eine Lehre absolvieren, traf dies für eine kleine Gruppe bisher nicht zu. Rund 5.000 Jugendliche jedes Jahrgangs verfügten über keine weiterführende Ausbildung. Junge Menschen, die maximal die Pflichtschule abschließen, haben ein dreifaches Risiko von Arbeitslosigkeit bedroht zu sein, ein vierfaches Risiko Hilfsarbeiterin/Hilfsarbeiter zu werden und ein siebenfaches Risiko erwerbsferne Positionen inne zu haben.

Vor diesem Hintergrund wurde im Jahr 2016 an die allgemeine Schulpflicht eine Ausbildungspflicht angeschlossen. Jugendliche werden so über die allgemeine Schulpflicht hinaus qualifiziert. Die Hilfsarbeit von Jugendlichen unter 18 Jahren wird dadurch weitgehend eingeschränkt.

Alle Personen unter 18 Jahren, welche die Schulpflicht erfüllt haben und sich dauerhaft in Österreich aufhalten, sind somit verpflichtet, einer Bildung oder Ausbildung nachzugehen. Bei Verletzung Ausbildungspflicht droht analog zur Verletzung der Schulpflicht in letzter Konsequenz eine Verwaltungsstrafe droht analog zur Verletzung der Schulpflicht in letzter Konsequenz eine Verwaltungsstrafe, der Fokus liegt aber auf dem Ausbau und der Verbesserung niederschwelliger Angebote und der Drop Out Prävention. Das Ausbildungspflichtgesetz ist mit 1. August 2016 in Kraft getreten.

Reformprozess "AusBildung bis 18"

Der Reformprozess "AusBildung bis 18", den das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, das Bundesministerium für Frauen, Familien und Jugend im Bundeskanzleramt sowie das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort gemeinsam mit den Bundesländern, Sozialpartnern und weiteren Akteurinnen/Akteuren gestartet haben, geht über die Ausbildungspflicht hinaus und umfasst zum Beispiel auch präventive Angebote, die bestmögliche Unterstützung von Jugendlichen und Erziehungsberechtigten sowie eine Optimierung der Bildungs- und Ausbildungsangebote. Eine verbesserte Information und Beratung sowie Berufs- und Bildungswegorientierung sowie die Weiterentwicklung des Jugendcoachings sollen einen Beitrag dazu leisten, dass immer weniger Jugendliche aus dem Ausbildungssystem herausfallen. Der Reformprozess setzt Anreize zur Teilnahme an Bildung und Ausbildung und baut niederschwellige Ausbildungsangebote, auch im Zusammenhang mit der dualen Berufsausbildung, aus.

Weiterführende Links

Plattform "AusBildung bis 18" (BMASGK)

Abgenommen durch: Bundesministerium für Arbeit, Familie und Jugend