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Standesamtliche Beurkundung von direkt nach der Geburt verstorbenen Kindern

Allgemeine Informationen

Wird ein Kind lebend geboren und stirbt es direkt nach der Geburt, wird dies sowohl im Geburtenbuch als auch im Sterbebuch beurkundet. Im Allgemeinen wird die Anzeige durch die Krankenanstalt, in der das Kind geboren wird, automatisch an das Standesamt übermittelt. Das Standesamt stellt eine Geburtsbestätigung und eine Todesbestätigung und, falls gewünscht, auch eine Geburtsurkunde und eine Sterbeurkunde aus.

Fristen

Die Anzeige hat innerhalb einer Woche zu erfolgen.

Zuständige Stelle

Das Standesamt am Geburtsort (z.B. Standort des Spitals) des Kindes:

Die Anzeige haben folgende Personen der Reihenfolge nach vorzunehmen:

  • Die Leiterin/der Leiter der Krankenanstalt, in der das Kind geboren wurde
  • Die Ärztin/der Arzt oder die Hebamme, die bei der Geburt anwesend waren
  • Der Vater oder die Mutter, wenn sie dazu innerhalb der Anzeigefrist von einer Woche imstande sind (z.B. bei Hausgeburten)
  • Die Behörde oder die Dienststelle der Polizei, die Ermittlungen über die Geburt durchführt
  • Sonstigen Personen, die von der Geburt auf Grund eigener Wahrnehmung Kenntnis haben

Zwischen einigen Standesämtern und Krankenhäusern bestehen Kooperationen, sodass die betreffenden Krankenhäuser die erforderlichen Unterlagen gemeinsam mit dem Formular "Anzeige der Geburt" dem Standesamt übermitteln. Erkundigen Sie sich bitte in Ihrem Krankenhaus oder beim zuständigen Standesamt.

Bei Hausgeburten darf die Geburt oder der Tod eines Kindes nur eingetragen werden, wenn eine von einer Ärztin/einem Arzt oder einer Hebamme ausgestellte Geburtsbestätigung/ärztliche Todesbestätigung vorliegt oder die Geburt bzw. der Tod auf Grund anderer Umstände nicht zweifelhaft ist. Die Ärztin/der Arzt oder die Hebamme haben die Bestätigung den Eltern zu übergeben. Sind diese der Ärztin/dem Arzt oder der Hebamme nicht bekannt, haben sie die Bestätigung direkt der Personenstandsbehörde zu übermitteln. 

Erforderliche Unterlagen

  • Bei Anzeige durch die Krankenanstalt: Keine Unterlagen notwendig
  • Bei selbstständiger Anzeige: Ausgefülltes Formular "Anzeige der Geburt"

Vornamensgebung

Die dazu berechtigten Personen haben schriftlich zu erklären, welche Vornamen sie dem Kind gegeben haben. Sind die Vornamen von den Eltern einvernehmlich zu geben, genügt die Erklärung eines Elternteiles, wenn darin versichert wird, dass der andere Elternteil damit einverstanden ist.

In die Urkunden wird der Vor- und der Nachname des Kindes eingetragen.

Kosten

  • Anzeige: gebührenfrei
  • Ausstellung der Geburtsbestätigung/Geburtsurkunde und der Todesbestätigung/Sterbeurkunde: gebührenfrei
  • Nach zwei Jahren: 9,30 Euro

HINWEIS Für die Erstausstellung fallen keine Gebühren an, sofern diese Dokumente innerhalb von zwei Jahren ab Geburt des Kindes ausgestellt werden. Bei Zusendung entstehen in der Regel Kosten. Erkundigen Sie sich bitte beim zuständigen Standesamt.

Weiterführende Links

Rechtsgrundlagen

Zum Formular

Inhaltlicher Stand: 25.01.2019

Abgenommen durch: Bundesministerium für Inneres