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Arbeitslosengeld – Antrag

Allgemeine Informationen

Das Arbeitslosengeld kann ausschließlich durch persönliche Vorsprache oder online über das eAMS-Konto beantragt werden.

Fristen

Spätestens am 1. Tag der Arbeitslosigkeit (bzw. in bestimmten Fällen spätestens am darauffolgenden Werktag)

Beispiel

Ist der letzte Arbeitstag ein Freitag, fällt der Beginn der Arbeitslosigkeit auf einen Samstag. In diesem Fall muss der Antrag auf Arbeitslosengeld spätestens am darauffolgenden Werktag (Montag) gestellt werden.

Wer schon vor Eintritt der Arbeitslosigkeit über das eAMS-Konto einen Antrag auf Arbeitslosengeld gestellt hat, muss erst spätestens zehn Tage nach elektronischer Übermittelung des Antrages bei der regionalen Geschäftsstelle persönlich vorsprechen.

Die zeitgerechte Meldung beim AMS gewährleistet nicht nur die vorschriftsmäßige Beantragung des Arbeitslosengeldes, es können so auch Lücken in der Pensions- und Krankenversicherung vermieden werden.

Zuständige Stelle

Die jeweils zuständige regionale Geschäftsstelle des (AMS)

Verfahrensablauf

Wer nicht Nutzerin/Nutzer eines eAMS-Kontos ist, muss den Antrag auf Arbeitslosengeld persönlich beim AMS stellen. Eine Vertretung durch eine andere Person ist nur bei Vorliegen bestimmter zwingender Gründe (z.B. Arbeitsaufnahme oder Krankheit) möglich.

Nach einer Prüfung des Antrags durch das AMS wird bei Erfüllung der Voraussetzungen Arbeitslosengeld zuerkannt und eine Mitteilung übermittelt, aus der insbesondere Beginn, Ende und Höhe des Anspruchs auf Arbeitslosengeld hervorgehen.

Sofern Sie mit der zuerkannten Leistung nicht einverstanden sind, haben Sie das Recht, binnen drei Monaten nach Zustellung der Mitteilung einen Bescheid über den Leistungsanspruch zu verlangen. Wird binnen drei Monaten nach Zustellung der Mitteilung kein Bescheid über den Leistungsanspruch verlangt, liegt eine entschiedene Sache vor, die keinem weiteren Rechtszug unterliegt.

Wird der Antrag abgelehnt, wird der Arbeitslosen/dem Arbeitslosen ein Bescheid zugestellt. Gegen Bescheide der regionalen Geschäftsstellen kann Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht erhoben werden, die bei der zuständigen regionalen Geschäftsstelle des AMS eingebracht werden muss.

Erforderliche Unterlagen

Je nach Ihrer individuellen Situation müssen Sie unterschiedliche Unterlagen vorlegen. Erkundigen Sie sich diesbezüglich bei der zuständigen regionalen Geschäftsstelle des AMS.

Eine Arbeitsbescheinigung muss grundsätzlich nicht vorgelegt werden. Dennoch kann im Einzelfall (z.B. wenn die Dienstgeberin/der Dienstgeber die Sozialversicherungsmeldungen nicht elektronisch durchführt) eine Vorlage der Arbeitsbescheinigung durch das AMS verlangt werden. Die Dienstgeberin/der Dienstgeber muss dann eine solche ausstellen.

Zusätzliche Informationen

In bestimmten Fällen (z.B. wenn eine Person ihr Dienstverhältnis selbst gekündigt hat) wird in den ersten vier Wochen ab Ende der Beschäftigung kein Arbeitslosengeld ausgezahlt. Ausführliche Informationen zu dieser sogenannten "Sperrfrist" finden sich ebenfalls auf oesterreich.gv.at.

Arbeitslose sind während des Bezugs von Arbeitslosengeld krankenversichert. Die Krankenkasse gewährt ihnen und ihren Familienangehörigen jene Leistungen, die Personen zustehen, die aufgrund eines Dienstverhältnisses krankenversichert sind (z.B. ärztliche Hilfe, Krankengeld etc.).

Wer Arbeitslosengeld bezieht, kann gleichzeitig einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen. Dabei muss die Pflicht zur Meldung einer neuen Beschäftigung an das AMS beachtet werden.

Arbeitslosengeld und Kinderbetreuungsgeld können grundsätzlich gleichzeitig bezogen werden. Ausführliche Informationen zu diesem Thema finden sich ebenfalls auf oesterreich.gv.at.

Online-Ratgeber und -Rechner

Weiterführende Links

Inhaltlicher Stand: 29. Januar 2020

Abgenommen durch: Bundesministerium für Arbeit, Familie und Jugend