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Kosten der "24-Stunden-Betreuung"

Im Folgenden finden sich Informationen für unselbstständige Betreuungskräfte zu den Themen:

Sozialversicherungsbeiträge

Im Fall der unselbstständigen Beschäftigung einer Betreuungskraft ist die zu betreuende Person bzw. die/der jeweilige Angehörige Dienstgeberin/Dienstgeber der unselbstständigen Betreuungskraft. Sie/er muss die Betreuungskraft bei der Sozialversicherung anmelden, für diese ein eigenes Lohnkonto zur Lohnverrechnung führen und Sozialversicherungsbeiträge sowie zusätzlich zum Bruttolohn die Lohnnebenkosten abführen.

Neben der Bezahlung eines zuvor vereinbarten Gehalts treffen sie/ihn alle Pflichten einer Dienstgeberin/eines Dienstgebers (z.B. Sonderzahlungen, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Gewährung von bezahltem Urlaub).

HinweisHinweis

Für Betreuerinnen/Betreuer nach dem Hausbetreuungsgesetz gilt für Arbeitsverhältnisse ab 1. Jänner 2013 der österreichweit geltende Mindestlohntarif für im Haushalt Beschäftigte. Für Arbeitsverhältnisse, die vor diesem Zeitpunkt begründet wurden, gelten die mit 1. Jänner 2011 bundesländerweit festgesetzten Mindestlohntarife für im Haushalt Beschäftigte, wenn diese ein höheres Entgelt vorsehen. Die Höhe der Entlohnung ist vom jeweiligen Dienstalter der unselbstständigen Betreuungskraft abhängig. Maßgeblich ist in der Regel der Abschnitt für im Haushalt Beschäftigte mit Wohnung und Verpflegung bei der Arbeitgeberin/dem Arbeitgeber.

Den unselbstständig beschäftigten Betreuerinnen/Betreuern stehen 15 Monatsgehälter pro Jahr zu.

Im Detail setzen sich die Lohnnebenkosten folgendermaßen zusammen:

  • Beitrag zur Pensionsversicherung
  • Beitrag zur Krankenversicherung
  • Beitrag zur Unfallversicherung
  • Beitrag zur Arbeitslosenversicherung
  • Beitrag zur Wohnbauförderung
  • Beitrag zur Insolvenzversicherung
  • Arbeiterkammerumlage
  • Beitrag für die betriebliche Mitarbeitervorsorge

Sozialversicherungsbeiträge und Lohnnebenkosten müssen schon vor Auszahlung des Gehalts von der Dienstgeberin/vom Dienstgeber abgeführt werden.

Weitere Informationen zur Sozialversicherung von Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmern finden sich auf usp.gv.at.

HinweisHinweis

Dienstgeberinnen/Dienstgeber sind außerdem verpflichtet, der zuständigen Gebietskrankenkasse einmal im Jahr (spätestens bis Ende Jänner des Folgejahres) einen Lohnzettel mit den sozialversicherungsrechtlichen Daten der angestellten Betreuungskraft zu übermitteln.

Lohnsteuerpflicht

Unselbstständige Betreuungskräfte sind lohnsteuerpflichtig. Die Dienstgeberin/der Dienstgeber muss die Lohnsteuer selbst berechnen und an das Wohnsitzfinanzamt (am Wohnsitz der betreuten Person) abführen. Weiters muss sie/er beispielsweise für die angestellte Betreuungsperson ein Lohnkonto führen und monatlich eine Lohnabrechnung ausstellen.

Weitere Informationen über die Zuständigkeiten der Finanzämter und zur Steuerpflicht von Unselbstständigen finden sich auf USP.gv.at.

Weiterführende Links

Rechtsgrundlagen

Hausbetreuungsgesetz (HBeG)

Inhaltlicher Stand: 01.01.2019
Abgenommen durch: Bundesministerium für Finanzen, Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz