"raus aus Öl und Gas" 2021/2022

Allgemeines zu der Förderungsaktion

Die in den Vorjahren stark nachgefragte Förderungsaktion "raus aus Öl und Gas" wird auch in den Jahren 2021 und 2022 fortgesetzt und im Rahmen der bundesweiten Sanierungsoffensive neu aufgelegt. Die Förderungsaktion soll Privaten und Betrieben den Umstieg von einer fossil betriebenen Raumheizung auf ein nachhaltiges Heizungssystem erleichtern. Damit setzt das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) einen weiteren wesentlichen Schritt zur Klimaneutralität im Jahr 2040.

Für die Förderungsaktion "raus aus Öl und Gas" und die Sanierungsoffensive 2021/2022 stehen für Private und Betriebe insgesamt 650 Millionen Euro zur Verfügung. Davon sind 400 Millionen Euro für den Kesseltausch und die Förderungsaktion "raus aus Öl" reserviert.

"raus aus Öl und Gas" für Private

Die Förderungsaktion "raus aus Öl und Gas" für Ein-/Zweifamilienhäuser und Reihenhäuser richtet sich an (Mit-)Eigentümerinnen/(Mit-)Eigentümer, Bauberechtigte und an Mieterinnen/Mieter eines Ein-/Zweifamilienhauses oder Reihenhauses. Die Förderungsaktion "raus aus Öl und Gas" für den mehrgeschoßigen Wohnbau richtet sich an Gebäudeeigentümerinnen/Gebäudeeigentümer bzw. deren bevollmächtigte Vertretung (z.B. die Hausverwaltung) eines mehrgeschoßigen Wohnbaus mit mindestens drei Wohneinheiten.

Eine Förderung ist nur für Gebäude im Inland möglich. Es können nur Leistungen gefördert werden, die ab 1. Jänner 2021 erbracht wurden.

Die Einreichung für Ein-/Zweifamilienhäuser und Reihenhäuser verläuft in zwei Schritten mit Registrierung und anschließender Antragstellung. Seit dem 9. Februar 2021 können Registrierungen in Abhängigkeit von den zur Verfügung stehenden Budgetmitteln bis längstens 31. Dezember 2022 bei der KPC online durchgeführt werden. Nach erfolgreicher Registrierung muss der Antrag innerhalb von sechs Monaten online gestellt werden.

Eine Antragstellung für den mehrgeschossigen Wohnbau ist ebenfalls seit dem 9. Februar 2021 möglich. Anträge können so lange gestellt werden, wie Budgetmittel vorhanden sind, längstens jedoch bis zum 31. Dezember 2022. Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online direkt bei der KPC.

Umfangreiche Informationen zu Registrierung, Antragstellung, Förderungsdetails und Formularen finden sich auf den Seiten der Kommunalkredit Public Consulting GmbH (→ KPC):

"raus aus Öl" für Betriebe, Vereine, konfessionelle Einrichtungen

Mit dem "raus aus dem Öl"-Bonus wird der Ersatz eines fossilen Heizsystems (Öl, Gas, Kohle, Strom und Allesbrenner) durch eine klimafreundliche Technologie (Holzheizung, Wärmepumpe und hocheffiziente Nah-/Fernwärme) mit überwiegend betrieblicher Nutzung gefördert.

Förderungsmittel für Maßnahmen zum umwelt- und klimafreundlichen Heizen werden für alle Unternehmen und sonstige unternehmerisch tätige Organisationen bereitgestellt. Darüber hinaus können auch Vereine und konfessionelle Einrichtungen einreichen.

Die Antragstellung muss nach der Umsetzung des Projekts zum umweltfreundlichen Heizen online bei der KPC erfolgen. Sie ist allerdings nur bis sechs Monate nach Rechnungslegung möglich. Die sechsmonatige Frist beginnt mit dem Datum der (Schluss-)Rechnung der Hauptanlagenteile bzw. -komponenten.

Ausführliche Informationen zu Antragstellung, Förderungsdetails und Formularen finden sich auf den Seiten der Kommunalkredit Public Consulting GmbH (→ KPC):

Entscheidungshilfen: Informationen zu Heizsystemen

  • Hexit – Der "Raus aus dem Öl" Heizrechner (→ BMK)
    Der Heizrechner "Hexit" (Heizöl-Exit) gibt einen Überblick über mögliche Heizungsalternativen für Ihr Gebäude.
  • Broschüre "Die richtige Heizung für mein Haus" (BMK)
    Ob im Neubau oder bei der Sanierung – mit erneuerbarer Energie bringt eine neue Heizung nicht nur eine Kostenersparnis, Komfort und Behaglichkeit, sondern leistet auch einen wertvollen Beitrag zu Ihrer Versorgungssicherheit und zum Klimaschutz. Die klimaaktiv-Heizungsmatrix unterstützt Sie dabei, die richtige Heizung zu finden.
  • Ist Ihre Heizung schon klimaaktiv? (BMK)
    In Österreich sind rund 600.000 Heizkessel in Betrieb, die zwischen 15 und 30 Jahre alt sind. Eine Optimierung oder der Umstieg auf erneuerbare Wärme kann die Heizkosten und CO2-Emissionen deutlich reduzieren. Auf den Seiten der Initiative klimaaktiv erfahren Sie, worauf Sie beim Umstieg auf ein neues Heizsystem achten sollten und was sich auch bei neueren Heizsystemen optimieren lässt.
Letzte Aktualisierung: 17. Mai 2021

Für den Inhalt verantwortlich: Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie