Photovoltaik-Förderaktionen und weitere Umweltförderungen

Förderaktion "Photovoltaik-Anlagen 2020-2022"

Durch die Förderung von Photovoltaikanlagen bis 50 kWp möchte der Klima- und Energiefonds attraktive Anreize für die umwelt- und klimafreundliche Stromversorgung schaffen.

Gefördert werden neu installierte, im Netzparallelbetrieb geführte Photovoltaikanlagen. Einreichen können natürliche Personen und juristische Personen.

Pro Antrag werden maximal 50 kW einer Anlage gefördert. Die Förderung wird in Form eines einmaligen Investitionskostenzuschusses ausbezahlt. Für Antragstellungen ab 22. Dezember 2020 gelten folgende Förderpauschalen:

  • 250 Euro pro kWp für 0 kWp bis einschließlich 10 kWp
  • 200 Euro pro kWp für jedes weitere kWp über 10 kWp bis einschließlich 20 kWp
  • 150 Euro pro kWp für jedes weitere kWp über 20 kWp bis einschließlich 50 kWp

Eine Anlage mit 12 kWp Leistung erhält damit 10 x 250 Euro + 2 x 200 Euro = 2.900 Euro an Förderung.

Für gebäudeintegrierte Photovoltaikanlagen (GIPV) gibt es einen Bonus in der Höhe von zusätzlich 100 Euro/kWp.

Um einen Antrag auf Förderung stellen zu können, ist eine Registrierung für das Projekt erforderlich. Die Registrierung erfolgt ausschließlich online und ist, solange Budgetmittel zur Verfügung stehen, bis 31. Dezember 2022 möglich. Nach erfolgter Registrierung und Erhalt der Bestätigung sind zwölf Wochen Zeit, die Anlage umzusetzen und nach Fertigstellung der Photovoltaikanlage einen Antrag zu stellen.

Förderaktion "Solaranlagen 2020/2021"

Mit 22. Juni 2020 startete der Klima- und Energiefonds wieder eine Förderaktion für die Errichtung von thermischen Solaranlagen. Gefördert werden neu errichtete Solaranlage zur Beheizung von Gebäuden und/oder zur Warmwasserbereitung. Das Gebäude, das durch die Solaranlage versorgt wird, muss älter als 15 Jahre sein (Baubewilligung vor dem Jahr 2006). Das Lieferdatum der Solaranlage darf nicht vor dem 22. Juni 2020 (Beginn der Förderaktion) liegen. Einreichen können ausschließlich Privatpersonen. Eine überwiegend private Nutzung der geförderten Anlage muss gewährleistet sein.

Die Förderung wird in Form eines einmaligen Investitionskostenzuschusses ausbezahlt. Für Solaranlagen zur Beheizung eines Gebäudes und zur Wasserbereitung gilt eine Förderpauschale von 700 Euro.

Eine Registrierung erfolgt ausschließlich online und ist solange Budgetmittel zur Verfügung stehen, bis 31. März 2022 möglich.

Tarifförderung der OeMAG

Über die Abwicklungsstelle für Ökostrom (OeMAG) werden neu installierte, netzgekoppelte Photovoltaikanlagen von über 5 kWp bis 200 kWp gefördert, die ausschließlich an oder auf einem Gebäude angebracht werden.

Die Tarifförderung für Photovoltaikanlagen wird im Jahr 2021 vergeben als Kombination aus:

  • Einmalzuschuss: maximal 250 Euro pro kWp, maximal 30 Prozent der Errichtungskosten
  • Erhöhter Einspeisetarif: 7,06 Cent pro kWp, 13 Jahre Förderlaufzeit

Beide Teile der Förderung können nur in Kombination beantragt werden.

Investitionsförderung der OeMAG

Mit der Investitionsförderung werden netzgekoppelte Photovoltaikanlagen als Neuanlagen oder Erweiterungen mit einer Leistung bis zu 500 kWp Modulspitzenleistung, die an oder auf einem Gebäude, baulicher Anlage oder Betriebsfläche (ausgenommen Grünfläche) angebracht werden, gefördert. Weiters gefördert werden als Neuanlage oder Erweiterung Stromspeicher bis zu einer nutzbaren Kapazität von 50 kWh, die mit einer Photovoltaik-Anlage betrieben werden. In den Jahren 2020, 2021 und 2022 steht ein jährliches Kontingent in Höhe von 36 Millionen Euro zur Verfügung, wobei vorrangig 24 Millionen Euro für die Errichtung bzw. Erweiterung von Photovoltaik-Anlagen vorgesehen sind.

Als Investitionszuschuss für Photovoltaikanlagen werden bei einer Anlagengröße bis 100 kWp maximal 250 Euro pro kWp und bei einer Anlagengröße über 100 kWp bis 500 kWp maximal 200 Euro pro kWp gewährt. Die Höhe des Investitionszuschusses ist mit 30 Prozent des unmittelbar für die Errichtung der Anlage erforderlichen Investitionsvolumens begrenzt.

Stromspeicher bis 50 kWh werden mit maximal 200 Euro pro kWh gefördert. Bei diesen muss das Verhältnis von installierter Leistung der Photovoltaikanlage (kWp) zu nutzbarer Kapazität des Stromspeichers (kWh) mindestens 0,5 kWh/kWp betragen, dies gilt auch für Erweiterungen des Stromspeichers. Die maximal förderbare Kapazität beträgt 50 kWh je Anlage.

Der Förderantrag kann ausschließlich online über die Homepage der OeMAG eingebracht werden.

Umweltförderungen der Bundesländer

Die Bundesländer sind in Österreich u.a. für Förderungen von nachhaltigem Wohnbau, Sanierungen oder Solaranlagen zuständig. Kärnten, Salzburg und Wien fördern beispielsweise thermisch-energetische Wohnhaussanierungen. Oberösterreich fördert u.a. Investitionsmaßnahmen zur Verbesserung des Wärmeschutzes von betrieblich genutzten Gebäuden. Photovoltaikanlagen zur umweltschonenden und umweltfreundlichen Stromerzeugung werden beispielsweise in Kärnten, Salzburg und Wien mit Fördergeldern unterstützt.

Weiterführende Links zu den Umweltförderungen der einzelnen Bundesländer finden sich auf oesterreich.gv.at.

Weiterführende Links

Letzte Aktualisierung: 14. Mai 2021

Für den Inhalt verantwortlich: oesterreich.gv.at-Redaktion