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Ausgleichszulage

Allgemeine Informationen

Die Ausgleichszulage soll jede Pension, die ihren rechtmäßigen, gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hat, ein Mindesteinkommen sichern. Sie wird umgangssprachlich oft als "Mindestpension" bezeichnet.

Liegt das Gesamteinkommen (Bruttopension plus sonstige Nettoeinkommen plus eventuelle Unterhaltsansprüche) unter einem gesetzlichen Mindestbetrag (Richtsatz), so erhält die Pensionsbezieherin/der Pensionsbezieher eine Ausgleichszulage zur Aufstockung seines oder ihres Gesamteinkommens.

Jeder Pensionsantrag wird auch als Antrag auf Ausgleichszulage gewertet.

Zuständige Stelle

Der jeweilige Pensionsversicherungsträger

Verfahrensablauf

Die Ausgleichszulage ergänzt die Pension um die Differenz zwischen Gesamteinkommen und Richtsatz. Sie gebührt 14-mal jährlich in der Höhe der Differenz zwischen

  • der Summe aus Pension (brutto), Nettoeinkommen und eventuellen Unterhaltsansprüchen einerseits und
  • dem jeweiligen Richtsatz andererseits.
Richtsätze für die Ausgleichszulage ab Jänner 2020
Richtsätze für die Ausgleichszulage pro Monat im Jahr 2020
Für alleinstehende Pensionistinnen/Pensionisten (gilt auch für Witwen/Witwer) 966,65 Euro
Für Pensionistinnen/Pensionisten, die mit der Ehepartnerin/dem Ehepartner oder der/dem gleichgeschlechtlichen eingetragenen Partnerin/Partner im gemeinsamen Haushalt leben 1.472,00 Euro
Erhöhung pro Kind, dessen Nettoeinkommen 355,54 Euro nicht übersteigt (nicht bei Witwer- oder Witwenpension) 149,15 Euro
Pensionsberechtigte auf Waisenpension: bis zum 24. Lebensjahr 355,54 Euro
Pensionsberechtigte auf Waisenpension: bis zum 24. Lebensjahr, falls beide Elternteile verstorben sind 533,85 Euro
Pensionsberechtigte auf Waisenpension: nach dem 24. Lebensjahr 631,80 Euro
Pensionsberechtigte auf Waisenpension: nach dem 24. Lebensjahr, falls beide Elternteile verstorben sind 966,65 Euro

Bei der Berücksichtigung des Nettoeinkommens für die Ermittlung der Ausgleichszulage bleibt bei Lehrlingsentschädigungen der Betrag von 232,49 Euro außer Betracht.

Ausgleichszulagen/Pensionsbonus (ab 2020)

Bei Vorliegen einer bestimmten Anzahl an Versicherungsmonaten gebührt

  • ein Ausgleichszulagenbonus, wenn eine Ausgleichszulage zu einer Eigen(Direkt)pension bezogen wird oder
  • ein Pensionsbonus zur Eigen(Direkt)pension, wenn keine Ausgleichszulage bezogen wird

und wenn das Gesamteinkommen unter einem bestimmten Grenzbetrag liegt.

Ausgleichszulagen/Pensionsbonus
Richtsätze Grenzwert für Gesamteinkommen Maximale Höhe
Einzelrichtsatz mind. 360 Beitragsmonate* 1.080,00 Euro 146,94 Euro
Einzelrichtsatz mind. 480 Beitragsmonate* 1.315,00 Euro 381,94 Euro

Familienrichtsatz mind. 480 Beitragsmonate* bei einem oder beiden Partnerinnen/Partnern

1.782,00 Euro 383,03 Euro

* inkl. Kindererziehungszeiten und Präsenz- bzw. Zivildienstzeiten

Achtung

Entsteht der Anspruch auf Ausgleichszulage oder die Erhöhung derselben erst später, so ist innerhalb eines Monats ein entsprechender Antrag zu stellen.

Bei späterer Antragstellung kann die Ausgleichszulage rückwirkend frühestens ab dem der Antragstellung vorangegangenen vollen Kalendermonat gewährt bzw. erhöht werden.

Erforderliche Unterlagen

Als Antrag wird auch ein formloses Schreiben gewertet, das Formular ist dann nachzureichen.

Zusätzliche Informationen

Bezieherinnen/Bezieher einer Ausgleichszulage sind grundsätzlich von der Rezeptgebühr und vom Service-Entgelt für die e-card als auch von den Rundfunkgebühren befreit bzw. können einen Antrag auf Zuschussleistung zum Fernsprechentgelt stellen.

Darüber hinaus ist die Gewährung von weiteren Beihilfen und Ermäßigungen möglich. Entsprechende Auskünfte über diese Leistungen erteilt zum Beispiel das jeweilige Wohnsitzfinanzamt, das Gemeindeamt oder das jeweilige Amt der Landesregierung bzw. auch die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) oder sonstige Verkehrsbetreiber.

Weitere Informationen über die Zuständigkeiten der Finanzämter finden sich auf USP.gv.at.

Weiterführende Links

Mindestpension/Ausgleichszulage (Arbeiterkammer)

Rechtsgrundlagen

Zum Formular

Abgenommen durch:
  • Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz
  • Dachverband der Sozialversicherungsträger