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Bezugsdauer der Witwenpension/Witwerpension

HinweisHinweis

Jede Leistung aus der Pensionsversicherung kann nur über einen entsprechenden Antrag gewährt werden. Somit muss auch die Witwenpension/Witwerpension eigens beantragt werden.

Die Witwenpension/Witwerpension gebührt ab dem Tag nach dem Todestag der Verstorbenen/des Verstorbenen, sofern der Antrag innerhalb von sechs Monaten nach dem Tod gestellt wird.

Sie gebührt grundsätzlich ohne zeitliche Befristung, wenn eine der folgenden Voraussetzungen zutrifft:

  • Aus der Ehe stammt ein Kind oder
  • Die Witwe/der Witwer ist zum Zeitpunkt des Todes der Ehepartnerin/des Ehepartners mindestens 35 Jahre alt oder
  • Die Witwe/der Witwer ist zum Zeitpunkt des Todes der Ehepartnerin/des Ehepartners invalid oder
  • Die Ehe dauerte mindestens zehn Jahre

Wird keine dieser Voraussetzungen erfüllt, gebührt eine befristete Witwenpension/Witwerpension für die Dauer von 30 Monaten.

War die Verstorbene/der Verstorbene bei der Eheschließung bereits Pensionsbezieherin/Pensionsbezieher, gebührt grundsätzlich ebenfalls nur eine befristete Witwenpension/Witwerpension von 30 Monaten.

Nur wenn die Ehe (in Abhängigkeit vom Altersunterschied zwischen Ehepartnerin/Ehepartner) eine bestimmte Zeit gedauert hat oder aus der Ehe ein Kind stammt, wird eine unbefristete Witwenpension/Witwerpension gewährt.

Erforderliche Ehedauer für den unbefristeten Anspruch auf Witwen- oder Witwerpension, falls der verstorbene Ehepartner bei Eheschließung schon im Pensionsbezug stand
Altersunterschied zwischen Ehepartnerin/EhepartnerErforderliche Ehedauer für den Anspruch auf unbefristete Witwenpension/Witwerpension
bis 20 Jahre3 Jahre
20 bis 25 Jahre5 Jahre
über 25 Jahre10 Jahre

Bei zu kurzer Ehedauer wird die befristete Witwenpension/Witwerpension für 30 Monate (2 1/2 Jahre) ausbezahlt.

Ist die Wartezeit nicht erfüllt und wurde von dem Verstorbenen/der Verstorbenen aber mindestens ein Beitragsmonat erworben, so gebührt der Witwe/dem Witwer eine Abfindung als einmalige Leistung.

AchtungAchtung

Kommt es während des Bezugs einer unbefristeten Witwenpension/Witwerpension zu einer neuerlichen Eheschließung, wird die Pension mit einem 35-fachen Pensionsbezug abgefertigt, während eine befristete Pension mit Ende des Monats der Eheschließung einfach wegfällt.

Ausführliche Informationen zu den Anspruchsvoraussetzungen finden sich auf der Seite "Allgemeines zu der Witwenpension/Witwerpension".

Rechtsgrundlagen

Zum besseren Verständnis und zur leichteren Lesbarkeit wird in diesem Kapitel nur die Witwenpension/Witwerpension beschrieben. Die Ausführungen gelten jedoch gleichermaßen für hinterbliebene eingetragene Partnerinnen und hinterbliebene eingetragene Partner.

Inhaltlicher Stand: 01.01.2019
Abgenommen durch: Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz