Langzeitversichertenregelung ("Hacklerregelung")

Allgemeine Informationen

Für ab 1. Jänner 1954 geborene Männer und ab 1. Jänner 1959 geborene Frauen gelten für die Langzeitversichertenpension folgende Anspruchsvoraussetzungen:

  • Für Männer, die ab 1. Jänner 1954 geboren wurden und eine Dauer der Erwerbstätigkeit von 540 Beitragsmonaten nachweisen, kommt mit 62 Jahren eine Langzeitversichertenpension in Betracht.
  • Für Frauen, die ab 1. Jänner 1959 geboren wurden, gilt:
    • Geboren ab 1. Jänner 1959 bis 31. Dezember 1959: 57. Lebensjahr
    • Geboren ab 1. Jänner 1960 bis 31. Dezember 1960: 58. Lebensjahr
    • Geboren ab 1. Jänner 1961 bis 31. Dezember 1961: 59. Lebensjahr
    • Geboren ab 1. Jänner 1962 bis 1. Dezember 1963: 60. Lebensjahr
    • Geboren ab 2. Dezember 1963 bis 1. Juni 1964: 60,5. Lebensjahr
    • Geboren ab 2. Juni 1964 bis 1. Dezember 1964: 61. Lebensjahr
    • Geboren ab 2. Dezember 1964 bis 1. Juni 1965: 61,5. Lebensjahr
    • Geboren ab 2. Juni 1965: 62. Lebensjahr
    • Für den weiblichen Jahrgang 1959 sind 504 Beitragsmonate, für den Jahrgang 1960 sind 516 Beitragsmonate, für den Jahrgang 1961 sind 528 Beitragsmonate, ab dem Jahrgang 1962 sind 540 Beitragsmonate erforderlich.
  • Für Männer und Frauen gilt gleichermaßen: Für die "neue" Langzeitversichertenpension finden nur mehr Beitragsmonate aufgrund einer Erwerbstätigkeit sowie bis zu 60 Monate der Kindererziehung und seit 1. Juli 2017 alle Monate eines Präsenz- oder Zivildienstes Berücksichtigung.

Langzeitversichertenregelung bei Schwerarbeit

Es gibt für geschützte Jahrgänge noch die Möglichkeit, bei langer Beitragsdauer und wegen Schwerarbeit in den vorzeitigen Ruhestand zu treten. In der Praxis ist diese Regelung nur mehr für Frauen relevant. Sie ermöglicht einen Pensionsantritt frühestens mit 55 Jahren; davon erfasst sind Frauen, die nach dem 31. Dezember 1958 und vor dem 1. Jänner 1964 geboren worden sind.

Betroffene

Männer, die ab 1.1.1954 geboren sind und 45 Beitragsjahre der Erwerbstätigkeit haben, können mit 62 Jahren die Langzeitversichertenpension in Anspruch nehmen. Für Frauen, die ab 1.1.1959 geboren sind, gibt es ein gestaffeltes Antrittsalter.

Voraussetzungen

  • Lange Beitragsdauer
    • Männer: 540 Beitragsmonate (45 Beitragsjahre)
    • Frauen: 480 Beitragsmonate (40 Beitragsjahre) und
  • Davon mindestens 120 Beitragsmonate innerhalb der letzten 240 Kalendermonate vor Pensionsbeginn aufgrund von Schwerarbeit

Hinweis

Welche Tätigkeiten als "Schwerarbeit" gelten, ist durch Verordnung des Sozialministers geregelt.

Fristen

Spätestens bis Ende des letzten Monats vor Pensionsantritt

Zuständige Stelle

Der zuständige Pensionsversicherungsträger

Verfahrensablauf

Eine Pension muss beantragt werden. Ein Antragsformular ist vorgesehen. Auch ein formloses Schreiben wird als Antrag gewertet. Ein Pensionsantrag sollte zwei bis drei Monate vor dem Pensionsbeginn gestellt werden, spätestens jedoch bis Ende des letzten Monats vor dem Pensionsantritt.

Erforderliche Unterlagen

Welche Unterlagen erforderlich sind, gibt der Pensionsversicherungsträger bekannt.

Kosten

Es fallen keine Kosten an.

Zusätzliche Informationen

Keine Angaben

Rechtsgrundlagen

Experteninformation

Es steht keine Experteninformation zur Verfügung.

Zum Formular

Keine Angaben

Authentifizierung und Signatur

Elektronisch: Anmeldung mit Handy-Signatur oder kartenbasierter Bürgerkarte (nur bei der PVA möglich)
Schriftlich: formlos (Formular ist nachzureichen)
Persönlich: Hier müssen notwendige Dokumente, wie z.B.Geburtsurkunde, Geburtsurkunde der Kinder, Meldezettel, gegebenenfalls Heiratsurkunde und ein Ausweis mitgebracht werden.

Rechtsbehelfe

Über den Pensionsantrag entscheidet der Versicherungsträger mit Bescheid. Es kann innerhalb von drei Monaten ab Zustellung des Bescheides beim zuständigen Arbeits- und Sozialgericht Klage eingebracht werden.

Hilfs- und Problemlösungsdienste

Es sind keine Hilfs- und Problemlösungsdienste vorhanden.

Weitere Servicestellen:
Ombudsstelle des zuständigen Pensionsversicherungsträger

Letzte Aktualisierung: 29. September 2020

Für den Inhalt verantwortlich: Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz

Bewerten Sie diese Seite und geben Sie uns Tipps, wie wir sie noch besser gestalten können.