Fachkräftestipendium

Aktuelle Informationen zum Fachkräftestipendium: Geförderte Ausbildungen in den Bereichen Gesundheit/Pflege/Sozialbereich, Ausbildungen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik

Mithilfe des Fachkräftestipendiums werden Ausbildungen in jenen Bereichen unterstützt, in denen der Mangel an Facharbeitskräften besonders groß ist. Gefördert werden damit Ausbildungen in den Bereichen Gesundheit/Pflege/Sozialbetreuung und MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Über den MINT-Bereich sind auch technische Ausbildungen mit Umweltschwerpunkt förderbar. Über den MINT-Bereich sind auch technische Ausbildungen mit Umweltschwerpunkt förderbar. Für Personen mit maximal Pflichtschulabschluss sind außerdem Vorbereitungskurse auf die außerordentliche Lehrabschlussprüfung in allen Lehrberufen förderbar. Ziel ist die Höherqualifizierung von Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmern, um deren Chancen am Arbeitsmarkt zu verbessern. Ebenso soll das Stipendium Personen, die in der Vergangenheit bereits Ausbildungen in den genannten Bereichen begonnen haben, die Möglichkeit bieten, diese durch Ergänzungsqualifikationen abzuschließen. Ausbildungen sind förderbar, wenn sie in der Liste förderbarer Ausbildungen des Arbeitsmarktservice (AMS) angeführt sind, spätestens am 31. Dezember 2022 beginnen und zur Gänze in Österreich absolviert werden.

Zielgruppe

  • Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer (für die Dauer der Ausbildung karenziert),
  • Beschäftigungslose und
  • Selbstständige, deren Gewerbe ruht

mit Wohnsitz in Österreich, die höchstens eine Ausbildung auf Niveau 5 des Nationalen Qualifikationsrahmens (NQR) aufweisen - das sind Abschlüsse unter Meister-, Fachhochschul- oder Hochschulniveau

Voraussetzungen

  • 208 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtige unselbstständige oder pensionsversicherungspflichtige selbstständige Erwerbstätigkeit innerhalb der letzten 15 Jahre,
  • Bildungs- und Karriereberatung vor Antritt des Stipendiums bzw.
  • gegebenenfalls erfolgreiche Aufnahmeprüfung.

Achtung

Das Fachkräftestipendium kann nur dann gewährt werden, wenn es Ergebnis eines vorangegangenen Beratungs- und Betreuungsprozesses beim Arbeitsmarktservice ist. Achten Sie daher darauf vor einer geplanten Ausbildung frühzeitig einen Termin in Ihrer Regionalen Geschäftssstelle des Arbeitsmarktservcie zu vereinbaren.

Förderbare Ausbildungen

  • Vollzeitausbildungen (mindestens 20 Wochenstunden)
  • mit einem formalen Bildungsabschluss
  • unter Fachhochschulniveau
  • in den ausgewählten Bereichen: Gesundheit/Pflege/Sozialbereich und MINT sowie für Personen mit maximal Pflichtschulabschluss: Vorbereitungskurse auf die Lehrabschlussprüfung unabhängig vom Lehrberuf

Das Fachkräftestipendium kann für die Dauer der Ausbildung, insgesamt mindestens drei Monate und längstens drei Jahre gewährt werden. Der Ausbildungsfortschritt ist laufend zu belegen.

Kommt es wegen pandemiebedingter temporärer Schließung der Ausbildungseinrichtung zu Ausbildungsunterbrechungen, kann beim Arbeitsmarktservice unter Vorlage einer Bestätigung des Ausbildungsträgers um Verlängerung der maximalen Förderdauer angesucht werden. Die bloße Umstellung von Präsenz- auf Online-Unterricht stellt keinen Grund zur Verlängerung dar.

Hinweis

Die Liste der förderbaren Ausbildungen wird regelmäßig vom sozialpartnerschaftlich besetzten Verwaltungsrat des Arbeitsmarktservice überarbeitet. Neu können mit 1. September 2021 Ausbildungen im Bereich Pflegeassistenz und Elementarpädagogik gefördert werden.

Stipendium

  • Mindestens in Höhe der Ausgleichszulage (im Jahr 2021: 31,70 Euro pro Tag) für die Dauer der Ausbildung (maximal drei Jahre). Vorhandene Ansprüche auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung (Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe) werden angerechnet.
  • Bezieherinnen/Bezieher des Stipendiums sind kranken-, unfall- und pensionsversichert
  • Rückzahlung, wenn die Nachweispflicht grob verletzt wird
  • Zuverdienstgrenze: ASVG- Geringfügigkeitsgrenze
  • Ausbildungskosten werden nicht übernommen. Ausnahme: Personen mit maximal Pflichtschulabschluss können parallel eine Beihilfe zu den Kurskosten erhalten.

Das Fachkräftestipendium sichert den Lebensunterhalt während der Ausbildung. Parallel zum Fachkräftestipendium werden keine weiteren Beihilfen des Arbeitsmarktservice oder Leistungen der Arbeitslosenversicherung gewährt, mit Ausnahme der Kinderbetreuungsbeihilfe.

Eine geringfügige Beschäftigung parallel zum Bezug des Fachkräftestipendiums ist möglich. Taschengelder im Rahmen von mittels Fachkräftestipendium geförderten Ausbildungen sind nicht als Beihilfe für denselben Zweck und nicht als Einkommen aus selbstständiger oder unselbstständiger Beschäftigung zu werten.

Personen, die zwischen 1. Oktober 2020 und 31. Dezember 2021 AMS-Schulungsmaßnahmen mit einer Dauer von mindestens vier Monaten antreten und denen während der Ausbildung Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe weiter gewährt werden, erhalten im Rahmen der Corona-Joboffensive zusätzlich einen Bildungsbonus in der Höhe von 4 Euro täglich.

Online-Ratgeber und -Rechner

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Weiterführende Links

Letzte Aktualisierung: 14. Juli 2021

Für den Inhalt verantwortlich: Bundesministerium für Arbeit