Ferialpraxis und Sozialversicherung

Ferialpraktikanten

"Echte Ferialpraktikanten" sind Schülerinnen/Schüler bzw. Studentinnen/Studenten, die eine im Rahmen des Lehrplanes bzw. der Studienordnung vorgeschriebene oder übliche Tätigkeit verrichten. Eine Anmeldung bei der Sozialversicherung als Dienstnehmerin/Dienstnehmer muss nur erstattet werden, wenn die Ferialpraktikantin/der Ferialpraktikant Taschengeld vom Dienstgeber erhält. Wird die Geringfügigkeitsgrenze überschritten, unterliegen Ferialpraktikantinnen/Ferialpraktikanten der Vollversicherung (d.h. Kranken-, Unfall-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung). Erhält die Ferialpraktikantin/der Ferialpraktikant jedoch kein Taschengeld, ist sie/er nur aufgrund der gesetzlichen Schüler- bzw. Studentenunfallversicherung unfallversichert. Eine Anmeldung zur Unfallversicherung durch die Dienstgeberin/durch den Dienstgeber ist nicht gesondert erforderlich.

Bei Schülerinnen/Schülern, die in Österreich zur Schule gehen, ist die Staatsbürgerschaft für die gesetzliche Unfallversicherung grundsätzlich gleichgültig. Studentinnen/Studenten, die an einer inländischen Hochschule zugelassen sind, sind nur dann unfallversichert, wenn sie die österreichische Staatsbürgerschaft haben.

Staatsangehörige eines anderen Landes sind dann versichert, wenn mit diesem ein Sozialversicherungsabkommen über die Unfallversicherung besteht. Für jede Person, die aus einem EU-, EWR-Staat oder der Schweiz stammt, muss geklärt werden, welcher der beteiligten Staaten der für die sozialversicherungsrechtlichen Belange zuständige Staat ist. Dies gilt auch für sogenannte Drittstaatsangehörige.

Absolvieren Schülerinnen/Schüler und Studierende, die eine ausländische Bildungseinrichtung besuchen, ein Ferialpraktikum in Österreich, muss geklärt werden, ob sie im Herkunftsland über eine Unfallversicherung verfügen, die auch während des Aufenthalts in Österreich Versicherungsschutz bietet.

Weitere Informationen zum Thema "Ferialpraktikanten" finden sich auf USP.gv.at.

Ferialangestellte/Ferialarbeiter

Ferialangestellte und Ferialarbeiterinnen/Ferialarbeiter werden sozialversicherungsrechtlich wie "normale" Arbeitnehmerinnen/"normale" Arbeitnehmer behandelt. Das bedeutet, dass die/der Ferialangestellte bzw. die Ferialarbeiterin/der Ferialarbeiter von der Arbeitgeberin/dem Arbeitgeber bei der Sozialversicherung angemeldet werden muss. Ferialangestellte und Ferialarbeiterinnen/Ferialarbeiter unterliegen der Vollversicherung (d.h. Kranken-, Unfall-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung), sofern die Geringfügigkeitsgrenze überschritten wird. Bleibt das Entgelt unter der Geringfügigkeitsgrenze werden sie nur unfallversichert.

Weitere Informationen zum Thema "Ferialangestellte/Ferialarbeiter" finden sich ebenfalls auf USP.gv.at.

Volontäre

Volontärinnen/Volontäre sind von Seiten der Arbeitgeberin/des Arbeitgebers nur in der Unfallversicherung pflichtversichert. Hierfür muss die Arbeitgeberin/der Arbeitgeber die Volontärin/den Volontär bei der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) anmelden. Prinzipiell genügt ein formloses Schreiben mit Angabe des Eintritts- bzw. Austrittsdatums sowie der Versicherungsnummer der Volontärin/des Volontärs. Auf den Seiten der AUVA steht auch ein Anmeldeformular zum Download zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Thema "Volontäre" finden sich ebenfalls auf USP.gv.at.

Letzte Aktualisierung: 15. Februar 2021

Für den Inhalt verantwortlich: Dachverband der Sozialversicherungsträger