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Negativsteuer

Negativsteuer (auch Sozialversicherungserstattung oder SV-Rückerstattung genannt) ist eine Gutschrift, die Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmern zusteht, die so wenig verdienen, dass sie keine Lohnsteuer zahlen. Sie erhalten die Gutschrift durch Einreichen einer Arbeitnehmerveranlagung.

Hinweis

Seit Juli 2017 erfolgt der Steuerausgleich und die Auszahlung eines etwaigen Gutschriftsbetrags in vielen Fällen automatisch (sogenannte "Antragslose Arbeitnehmerveranlagung").

Die Negativsteuer betrifft vor allem Teilzeitbeschäftigte, Lehrlinge, Ferialpraktikantinnen/Ferialpraktikanten, Pflichtpraktikantinnen/Pflichtpraktikanten und geringfügig Beschäftigte, wenn ein Sozialversicherungsbeitrag geleistet wird. Freie Dienstnehmerinnen/freie Dienstnehmer haben grundsätzlich keinen Anspruch auf Negativsteuer.

Ab dem Veranlagungsjahr 2016 umfasst die Rückerstattung generell 50 Prozent der Sozialversicherungsbeiträge, höchstens jedoch 400 Euro. Der Erstattungsbetrag erhöht sich auf maximal 500 Euro, wenn die Arbeitnehmerin/der Arbeitnehmer Anspruch auf ein Pendlerpauschale hat.

Ab dem Veranlagungsjahr 2019 wird außerdem der Differenzbetrag, um den ein zustehender Kindermehrbetrag die bezahlte Lohnsteuer übersteigt, im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung ausbezahlt.

Ab dem Veranlagungsjahr 2020 erhöht sich die maximale SV-Rückerstattung für Steuerpflichtige, die Anspruch auf den Zuschlag zum Verkehrsabsetzbetrag haben, um bis zu 400 Euro. Der Zuschlag zum Verkehrsabsetzbetrag von maximal 400 Euro vermindert sich zwischen Einkommen von 15.500 Euro und 21.500 Euro gleichmäßig einschleifend auf null und kann nur im Rahmen der Veranlagung berücksichtigt werden.

Bei der Veranlagung für die Jahre 2015 und früher beträgt die Gutschrift grundsätzlich 10 Prozent (für 2015: 20 Prozent) der Arbeitnehmerbeiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung, höchstens jedoch 110 Euro (für 2015: 220 Euro). Für Pendlerinnen/Pendler beträgt die Gutschrift 18 Prozent (für 2015: 36 Prozent) der Sozialversicherungsbeiträge, höchstens jedoch 400 Euro (für 2015: 450 Euro).

Negativsteuer bei Absetzbeträgen

Absetzbeträge, wie z.B. der Alleinerzieher- oder Alleinverdienerabsetzbetrag werden, wenn sie aufgrund eines geringen Einkommens bei der laufenden Lohnabrechnung nicht oder nicht voll ausgenützt werden können, vom Finanzamt ausbezahlt.

Ausführliche Informationen zu den Themen "Negativsteuer für Pensionisten" und "Antragslose Arbeitnehmerveranlagung ("automatischer Steuerausgleich")" finden sich auf oesterreich.gv.at.

Letzte Aktualisierung: 16. April 2021

Für den Inhalt verantwortlich: oesterreich.gv.at-Redaktion