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Arbeitslosengeld – Höhe und Auszahlung

Höhe

Das Arbeitslosengeld setzt sich folgendermaßen zusammen:

  • Grundbetrag
  • gegebenenfalls Familienzuschläge
  • gegebenenfalls Ergänzungsbetrag

Grundbetrag

Der Grundbetrag des Arbeitslosengeldes beträgt 55 Prozent des täglichen Nettoeinkommens als Tagsatz.

Der Grundbetrag berechnet sich seit 1. Juli 2020 aufgrund der monatlichen Beitragsgrundlagen. Diese sind beim Dachverband der Sozialversicherungsträger gespeichert.

Hinweis

Dienstgeberinnen/Dienstgeber müssen monatlich für ihre Beschäftigten die Beitragsgrundlagen an den Dachverband der Sozialversicherungsträger melden. Diese Beitragsgrundlagen können innerhalb eines Jahres von der Dienstgeberin/vom Dienstgeber berichtigt werden (Berichtigungsfrist). Ab dem Verstreichen der Berichtigungsfrist kann eine Beitragsgrundlage für die Berechnung herangezogen werden.

Für die Berechnung des Arbeitslosengeldes werden die letzten zwölf monatlichen Beitragsgrundlagen vor der Berichtigungsfrist (1 Jahr) herangezogen.

Gibt es keine zwölf monatlichen Beitragsgrundlagen, werden sechs Beitragsgrundlagen vor der Berichtigungsfrist herangezogen.

Ist die Berechnung des Arbeitslosengeldes mit monatlichen Beitragsgrundlagen nicht möglich, wird die Jahresbeitragsgrundlage herangezogen.

Diese Bruttobemessungsgrundlage (maximal bis zur Höchstbemessungsgrundlage) wird durch Abzug der sozialen Abgaben und der Einkommensteuer in den genannten Nettowert umgerechnet.

Familienzuschläge

Familienzuschläge werden jenen Antragstellerinnen/jenen Antragstellern gewährt, die zum Unterhalt bestimmter Angehöriger wesentlich beitragen. Darunter werden Kinder, für die ein Anspruch auf Familienbeihilfe besteht, oder unter bestimmten Voraussetzungen die Ehepartnerin/der Ehepartner, die Lebensgefährtin/der Lebensgefährte bzw. die eingetragene Partnerin/der eingetragene Partner verstanden.

Ergänzungsbetrag

Liegt die Höhe des Arbeitslosengeldes (Grundbetrag) unter dem Ausgleichszulagenrichtsatz für Alleinstehende, kann unter verschiedenen Voraussetzungen mit dem Ergänzungsbetrag auf 60 bzw. 80 Prozent des täglichen Nettoeinkommens aufgestockt werden.

Arbeitslosen Personen, die an einer Nach- oder Umschulung bzw. einer Wiedereingliederungsmaßnahme im Auftrag des AMS teilnehmen, gebührt ein Zusatzbetrag zum Arbeitslosengeld von täglich 2 Euro.

Auszahlung

Das Arbeitslosengeld wird monatlich im Nachhinein etwa um den 8. des Folgemonats ausgezahlt, und zwar entweder auf ein Girokonto oder per Post an die Wohnadresse.

Im Falle der Auszahlung per Post wird der der Arbeitslosen/dem Arbeitslosen zustehende Geldbetrag beim Postamt hinterlegt und sie/er mit einer Nachricht über die Hinterlegung informiert. Für die Abholung ist in der Nachricht eine bestimmte Frist festgesetzt. Wird das Geld innerhalb dieser nicht vom Postamt abgeholt, wird es an das Arbeitsmarktservice (AMS) zurückgeschickt und es tritt eine Auszahlungssperre ein. Erst nach Wiedereinlangen des Geldes beim AMS und persönlicher Beantragung bei der zuständigen AMS-Geschäftsstelle kann es wieder zugestellt werden.

Das AMS empfiehlt die Überweisung des Arbeitslosengeldes auf ein Girokonto.

Online-Ratgeber und -Rechner

Weiterführende Links

Letzte Aktualisierung: 28. Juli 2020
Für den Inhalt verantwortlich:
  • Bundesministerium für Arbeit, Familie und Jugend
  • oesterreich.gv.at-Redaktion