Voraussetzungen

Sie dürfen diesen Gutschein einlösen, wenn

  • Sie an dieser Adresse im Zeitraum vom 15. März 2022 bis 30. Juni 2022 an zumindest einem Tag Ihren Hauptwohnsitz haben,
  • Sie zahlende Kundin/zahlender Kunde bei einem Stromlieferanten sind und wenn
  • die Einkünfte eine bestimmte Höchstgrenze nicht überschreiten.

Maßgebend sind die steuerlichen "Einkünfte", d.h. die Differenz von (Betriebs)Einnahmen und Betriebsausgaben/Werbungskosten. Die Lohnsteuer/Einkommensteuer ist dabei nicht zu berücksichtigen. Zur Überprüfung der Einkunftsgrenze siehe unten.

Zu unterscheiden ist zwischen einem "Einpersonenhaushalt" und einem "Mehrpersonenhaushalt":

  • "Einpersonenhaushalt"
    • Sie leben am Hauptwohnsitz alleine oder mit einer/mehreren Personen, die an der Adresse keinen Hauptwohnsitz hat/haben.
    • Die Grenze beträgt 55.000 Euro im Jahr. Sie ist aus der ASVG-Höchstbeitragsgrundlage abgeleitet, die 5.670 Euro brutto beträgt. Umgelegt auf einen Jahreswert (x 12) und nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge und von Werbungskosten führt eine Bruttobezug in dieser Höhe zu Jahreseinkünften von 55.000 Euro. Die Grenze bezieht sich nur auf die Einkünfte der Person mit Hauptwohnsitz.
  • "Mehrpersonenhaushalt"
    • Sie leben am Hauptwohnsitz mit einer Person/mehreren Personen, die dort ebenfalls ihren Hauptwohnsitz hat/haben, in einem Haushalt zusammen.
    • Die Grenze beträgt 110.000 Euro im Jahr. Sie ist aus der doppelten ASVG-Höchstbeitragsgrundlage abgeleitet, die 11.340 Euro brutto beträgt.
    • Die Grenze bezieht sich auf alle Einkünfte der über 18-jährigen Person mit Hauptwohnsitz.

Zusammengefasst: Der Wert ist weder "brutto" noch "netto". Der Grund dafür ist, dass Menschen mit Einkünften aus selbständiger und unselbständiger Arbeit (bzw. gemischten Einkünften, z.B. ein Nebenerwerbslandwirt) gleich behandelt werden sollen.

  • Wenn Sie einen Einkommensteuerbescheid für 2020 haben, der vor dem 15. März 2022 erlassen wurde, entnehmen Sie den Wert aus der Zeile "Gesamtbetrag der Einkünfte" aus dem Bescheid für 2020.
  • Wenn Sie keinen Einkommensteuerbescheid für 2020, aber einen Einkommensteuerbescheid für 2019 haben, der vor dem 15. März 2022 erlassen wurde, entnehmen Sie den Wert aus der Zeile "Gesamtbetrag der Einkünfte" aus dem Bescheid für 2019.
  • Wenn Sie keinen Einkommensteuerbescheid für 2020 oder 2019 haben, aber im Jahr 2021 Arbeitnehmerin/Arbeitnehmer waren, nehmen Sie den Wert aus der Kennzahl 245 Ihres (Jahres)Lohnzettels (Formular L 16) für 2021. Bei mehreren Lohnzetteln addieren Sie diese Werte. Ihren Lohnzettel für das Jahr 2021 können Sie auch in FinanzOnline (→ BMF) einsehen.
  • Wenn Sie glaubhaft machen können, dass die Einkünfte des Jahres 2021 unter dem Grenzwert liegen, steht Ihnen der Energiekostenausgleich ebenfalls zu.
  • Bei einem Mehrpersonenhaushalt ermitteln Sie die Einkünfte der haushaltszugehörigen Personen getrennt und zählen sie diese dann zusammen. Dabei sind aber nur Personen zu berücksichtigen, die am 15. März 2022 das 18. Lebensjahr vollendet haben.

Der Lohnzettel für das Jahr 2021 kann in FinanzOnline (→ BMF) eingesehen werden. Jede Arbeitnehmerin/jeder Arbeitnehmer kann außerdem den Lohnzettel bei der Arbeitgeberin/beim Arbeitgeber anfordern.

Alle Informationen zur Berechnung der Einkünfte finden Sie unter "Wie hoch ist die Einkunftsgrenze?" ebenfalls auf oesterreich.gv.at.

Nein, in diesem Fall dürfen Sie den Gutschein nicht verwenden. Ein zu Unrecht berücksichtigter Energiekostenausgleich muss zurückgezahlt werden.

Ja. Die Buchhaltungsagentur des Bundes prüft, ob alle Kriterien zur Einlösung tatsächlich vorliegen.

Ihre Einkommensteuerbescheide werden automatisch an Sie übermittelt, sobald diese erstellt werden. Möglicherweise haben Sie diesen elektronisch in FinanzOnline (→ BMF) erhalten.

Sie können jederzeit über FinanzOnline Ihre Einkommensteuerbescheide der letzten Jahre herunterladen. Falls Sie keinen Zugang zu FinanzOnline haben, können Sie eine Kopie auch telefonisch unter 050 233 233 anfordern.

Nein, für den Energiekostenausgleich sind nur die Jahre 2019 bis 2021 relevant.

Detaillierte Informationen bezüglich "Wie hoch ist die Einkunftsgrenze?" finden sich ebenfalls auf oesterreich.gv.at.

Für Pensionistinnen/Pensionisten gelten sowohl bei der Einkunftsgrenze als auch bei der Berechnung der Einkünfte die gleichen Regelungen wie für Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer. Wenn Sie über keinen Einkommensteuerbescheid für 2020 oder 2019 sowie über keinen Lohnzettel verfügen, können Sie den Lohnzettel bei Ihrer Pensionsversicherungsanstalt anfordern oder über FinanzOnline unter "Steuerakt" abrufen.

Wenn mehrere Personen an einer Andresse ihren Hauptwohnistz haben und dort bei gemeinsamer Lebensführung zusammen wohnen. Weitere Informationen dazu finden Sie unter "Wie hoch ist die Einkunftsgrenze?" ebenfalls auf oesterreich.gv.at.

Bei einem Mehrpersonenhaushalt sind nur Einkünfte von Personen zu berücksichtigen, die bis zum 15. März 2022 das 18. Lebensjahr vollendet haben.

Die Einkünfte der Personen in einem Mehrpersonenhaushalt sind getrennt zu ermitteln und dann zu summieren.

Weitere Informationen dazu finden Sie unter "Wie hoch ist die Einkunftsgrenze?" ebenfalls auf oesterreich.gv.at.

Um den Gutschein einzulösen, ergänzen bzw. überprüfen Sie bitte die Felder auf Ihrem Gutschein:

  • Ihre vollständige Zählpunktnummer, Zählpunktbezeichnung bzw. Zählpunkt (finden Sie auf der Rechnung oder dem Stromliefervertrag Ihres Stromlieferanten, Pflichtfeld)
  • Kundin/Kunde des Stromlieferanten (finden Sie auf der Jahresabrechnung)
    • Nachname, Vorname (finden Sie bei den Kundendaten Ihres Stromlieferanten auf der Jahresabrechnung, Pflichtfelder)
    • Geburtsdatum (Pflichtfeld)
    • E-Mail-Adresse und Telefonnummer (für allfällige Rückfragen)
  • Firmenname Ihres Stromlieferanten (Pflichtfeld)
  • Bestätigung, dass Sie diejenige Person sind, die den Vertrag mit dem Stromlieferanten abgeschlossen hat (Pflichtfeld)
  • Bestätigung, dass die Jahreseinkünfte unter der Höchstgrenze liegen (Pflichtfeld)

Zur Unterstützung beim Ausfüllen der Gutscheinfelder steht Ihnen eine Ausfüllhilfe (PowerPoint, 118 KB) zur Verfügung.

Achtung

  • Wenn die Einkunftsgrenze nicht überschritten ist, bestätigen Sie das bitte auf dem entsprechenden Feld auf Ihrem Gutschein (Pflichtfeld).
  • Wenn die Einkunftsgrenze überschritten ist, dürfen Sie Ihren Gutschein nicht einlösen. Ein zu Unrecht bezogener Energiekostenausgleich muss zurückgezahlt werden.
Letzte Aktualisierung: 16. September 2022

Für den Inhalt verantwortlich: Bundesministerium für Finanzen