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Erwerb der Staatsbürgerschaft durch Anzeige

Österreichische Staatsbürgerinnen/Staatsbürger oder Staatsangehörige eines Nachfolgestaates der ehemaligen österreich-ungarischen Monarchie oder Staatenlose, die vor dem 15. Mai 1955 Österreich aus rassischen oder politischen Gründen verlassen mussten und in der Folge die österreichische Staatsbürgerschaft durch den Erwerb einer fremden Staatsangehörigkeit verloren haben, können die Staatsbürgerschaft durch Anzeige wieder erwerben.

Gründe für das erzwungene Verlassen Österreichs können sein:

  • Verfolgungen durch Organe der NSDAP oder
  • Verfolgungen durch Behörden des Dritten Reichs oder
  • (Befürchtete) Verfolgungen aufgrund des Eintretens für die demokratische Republik Österreich

Deren Nachkommen in direkter abtseigender Linie können ebenfalls mittels Anzeige ab 1. September 2020 die österreichische Staatsbürgerschaft erwerben.

Putativ-Österreicher:

  • Ein Fremder, der vermeintlich Staatsbürger kraft Abstammung war. Eine Feststellung der Vaterschaft hat nachträglich ergeben, dass keine Abstammung vorlag. Er erwirbt rückwirkend mit dem Tag der Geburt mit Anzeige die Staatsbürgerschaft.

Beim Erwerb der österreichischen Staatsbürgerschaft durch Anzeige ist das Ausscheiden aus dem bisherigen Staatsverband grundsätzlich nicht erforderlich.

Da der Erwerb der Staatsbürgerschaft mit dem Eintreffen der Anzeige bei der Behörde erfolgt, sollte in jedem Fall vorher bei den zuständigen Heimatbehörden abgeklärt werden, inwieweit in diesem Fall ein Verlust der derzeitigen Staatsangehörigkeit eintritt.

Rechtsgrundlagen

§§ 58c, 59 Staatsbürgerschaftsgesetz (StbG)

Inhaltlicher Stand: 1. Januar 2020

Abgenommen durch: Bundesministerium für Inneres