Beschädigung/Verlust von Gepäck auf Flugreisen

Allgemeines

Voraussetzung ist eine internationale Beförderung, also ein Flug, der zwischen zwei Vertragsstaaten des Montrealer Abkommens durchgeführt wird oder von einem Vertragsstaat ausgeht und nach einer Zwischenlandung auch in einem Nichtvertragsstaat wieder in denselben Vertragsstaat zurückgeht.

Wurde auf einer Flugreise Gepäck beschädigt oder ging es verloren, ist zwischen aufgegebenem Gepäck und Handgepäck zu unterscheiden.

Geht aufgegebenes Gepäck verloren, wird beschädigt oder trifft nicht rechtzeitig ein, besteht unter Umständen Anspruch auf eine Entschädigung bis zu 1.300 Euro. Der Schaden darf aber nicht durch einen am Gepäckstück selbst vorliegenden Defekt entstanden sein (z.B. ein defekter Kofferdeckel springt auf und ein herausfallendes Gepäckstück zerbricht).

Beschwerden/Durchsetzung von Ansprüchen

Beschwerden und Forderungen sind zunächst an das betroffene Unternehmen zu richten. Der Anspruch muss grundsätzlich schriftlich binnen sieben Tagen nach Erhalt des Gepäckstückes geltend gemacht werden. Wenn ein Gepäcksstück nicht binnen 21 Tagen eintrifft, gilt es als verloren. Die Verspätung sollte aus Beweiszwecken sofort am Flughafen angezeigt werden, die Beschädigung am Handgepäck unmittelbar nach deren Entdeckung.

Werden teure Wertgegenstände auf eine Flugreise mitgenommen, kann mit der Fluggesellschaft eine höhere Haftungsgrenze vereinbart oder eine private Reiseversicherung abgeschlossen werden.

Gepäckprobleme (Verlust, Beschädigung) werden von der Verbraucherschlichtung Austria behandelt.

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Letzte Aktualisierung: 13. Jänner 2022

Für den Inhalt verantwortlich: oesterreich.gv.at-Redaktion