Unfälle auf Busreisen – Entschädigung und Unterstützung

Allgemeines

Bei Körperverletzung besteht jedenfalls Anspruch auf Entschädigung. Bei Tod eines Fahrgastes besteht Anspruch auf Entschädigung einschließlich der Begräbniskosten. Kommt es bei einem Unfall zu Verlust oder Beschädigung von Gepäck, kann ebenfalls Anspruch auf Entschädigung bestehen.

Beim Tod gilt das auch für Personen, denen gegenüber die verstorbene Person unterhaltspflichtig war/geworden wäre.

Die Höhe wird nach den nationalen Rechtsvorschriften berechnet. Die Höchstgrenzen für eine Entschädigung müssen jedoch mindestens 220.000 Euro je Fahrgast und 1.200 Euro je Gepäckstück betragen. Kommt es bei einem Unfall zur Beschädigung von Rollstühlen oder anderen Hilfsmitteln für Menschen mit Behinderung, muss die Entschädigung jedenfalls dem Wiederbeschaffungswert oder den Reparaturkosten entsprechen.

Der Beförderer ist verpflichtet, im Falle eines Unfalls Hilfe zu leisten und dabei auf die unmittelbaren praktischen Bedürfnisse der Fahrgäste Bedacht zu nehmen. Dies kann Unterbringung, Verpflegung, Kleidung, Beförderung und die Bereitstellung erster Hilfe umfassen.

Beschwerden/Durchsetzung von Ansprüchen

Kann ein Beschwerdefall nicht außergerichtlich geregelt werden, können Ansprüche auch vor Gericht eingeklagt werden. Für Ansprüche im Zusammenhang mit einer Körperverletzung oder dem Tod eines Fahrgastes ist die Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte (apf) nicht zuständig. Gepäckprobleme (Verlust, Beschädigung) werden von der Verbraucherschlichtung Austria behandelt.

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Letzte Aktualisierung: 17. Jänner 2022

Für den Inhalt verantwortlich: oesterreich.gv.at-Redaktion