Einreise nach Österreich und Pre-Travel-Clearance

In vielen Staaten gehen die Infektionszahlen zurück, daher können parallel zu den Öffnungsschritten im Land auch Erleichterungen bei der Einreise nach Österreich umgesetzt werden. Dreh- und Angelpunkt der neuen COVID-19-Einreiseverordnung 2021 ist der 3-G-Nachweis: Für jede Art der Einreise ist der Nachweis einer Impfung, Testung oder Genesung Voraussetzung. Hierzu zählen auch die EU Digital COVID Certificates, welche mit einem EU-konformen QR-Code versehen sind. Als Impfnachweis werden all jene Impfungen anerkannt, die von der EMA zugelassen wurden oder den entsprechenden Prozess der WHO erfolgreich durchlaufen haben. Bei der Einreise aus Virusvariantengebieten und -staaten gelten strengere Regeln.

Die COVID-19-Einreiseverordnung 2021 sieht grundsätzlich drei Kategorien vor:

1. Einreise aus Staaten und Gebieten mit geringem epidemiologischen Risiko (Anlage 1): 3-G-Regel, keine Quarantäne

Diese Staaten und Gebiete sind auf der Anlage 1 der COVID-19-Einreiseverordnung 2021 zusammengefasst; berücksichtigt werden sowohl EU-/EWR-Staaten als auch Drittstaaten mit niedriger Inzidenz. Aus diesen Ländern ist jede Art der Einreise – auch zu touristischen Zwecken – möglich.

Für die Einreise ist ein aktueller 3-G-Nachweis erforderlich. Liegt kein Nachweis vor, ist eine Registrierung über die Pre-Travel-Clearance vorzunehmen und unverzüglich, jedenfalls aber innerhalb von 24 Stunden, ein Test nachzuholen. Als Impfnachweis zählt ein in lateinischer Schrift in deutscher oder englischer Sprache ausgestelltes Dokument (z.B. gelber Impfpass) über eine Impfung, die von der EMA zugelassen wurde oder den EUL-Prozess der WHO erfolgreich durchlaufen hat (Impfstoffe laut Anlage C). Als Genesungszertifikat gilt eine ärztliche oder behördliche Bestätigung (z.B. Absonderungsbescheid) in lateinischer Schrift in deutscher oder englischer Sprache über eine in den vergangenen 180 Tagen überstandene Infektion. Dem Genesungszertifikat ist ein Nachweis über neutralisierende Antikörper gleichgestellt, der bei Einreise maximal 90 Tage alt sein darf.

Auf Anlage 1 befinden sich derzeit folgende Staaten: Albanien, Andorra, Armenien, Aserbaidschan, Australien, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Brunei, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Fürstentum Liechtenstein, Griechenland, Hong Kong, Irland, Island, Israel, Italien, Japan, Jordanien, Kanada, Katar, Kosovo, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Macau, Malta, Moldau, Monaco, Montenegro, Neuseeland, Niederlande, Nordmazedonien, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, San Marino, Saudi Arabien, Serbien, Singapur, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden, Schweiz, Südkorea, Taiwan, Thailand, Tschechische Republik, Ungarn, Vatikan, Vereinigte Staaten von Amerika, Vietnam, Zypern.

2. Einreise aus Virusvariantengebieten und -staaten (Anlage 2): PTC, molekularbiologischer Test (z.B. PCR-Test) und Quarantäne

Die Einreise aus Virusvariantengebieten und -staaten ist wie bisher nur sehr eingeschränkt möglich. Im Wesentlichen dürfen nur österreichische Staatsbürgerinnen/Staatsbürger und Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Österreich einreisen. Auch die Einreise aus humanitären Gründen oder im zwingenden Interesse der Republik ist möglich. Darüber hinaus bestehen noch weitere Ausnahmen.

Für Personen, die aus einem Virusvariantengebiet einreisen bzw. sich in den vergangenen zehn Tagen in einem solchen aufgehalten haben, gilt wie bisher: Die Einreise ist nur mit einem negativen molekularbiologischen Testergebnis (z.B. PCR-Test) möglich. Die Testpflicht gilt auch für geimpfte und genesene Personen. Das negative molekularbiologische Testergebnis ist bei einer Kontrolle vorzuweisen. Weiters ist eine Registrierung zur Pre-Travel-Clearance vorzunehmen und eine zehntägige Quarantäne anzutreten. Die Quarantäne kann ab dem fünften Tag nach der Einreise (Tag der Einreise = Tag "null") mit einem negativen molekularbiologischen Testergebnis (z.B. PCR-Test) beendet werden.

Anlage 2: Botsuana, Brasilien, Eswatini, Indien, Lesotho, Malawi, Mosambik, Namibia, Nepal, Russland, Sambia, Simbabwe Südafrika, Uruguay und das Vereinigte Königreich

3. Einreise aus sonstigen Staaten und Gebieten: PTC, 3-G-Regel und Quarantäne, Ausnahmen für Geimpfte und Genesene

Die Einreise aus sonstigen Staaten und Gebieten, die weder auf Anlage 1 noch Anlage 2 zu finden sind, ist grundsätzlich erlaubt. Bei der Einreise ist ein 3-G-Nachweis zu erbringen und eine Registrierung über die Pre-Travel-Clearance Voraussetzung. Geimpfte (Vollimmunisierung nach dem 14. Tag bzw. 21. Tag, wenn zur Vollimmunisierung nur eine Impfdosis notwendig ist) müssen bei Einreise keine Quarantäne antreten und sich auch nicht registrieren, getestete oder genesene Personen sehr wohl. Die Quaranäne kann ab dem fünften Tag nach der Einreise (Tag der Einreise = Tag "null") mit einem negativen Testergebnis beendet werden. Darüber hinaus bestehen noch weitere Ausnahmen von der Quarantäne- und Registrierungspflicht.

Die Ausnahmen für Pendlerinnen/Pendler bleiben unverändert und gelten weiterhin nicht bei der Einreise aus Virusvariantengebieten und -staaten .

Die Quarantäneverpflichtung gilt auch für Minderjährige bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr, entfällt aber, wenn die/der Erwachsene, unter deren/dessen Aufsicht die Minderjährigen reisen, von der Quarantäne befreit ist.

Grundsätzlich ist vor jeder Einreise aus Staaten und Gebieten, die nicht in Anlage 1 geführt werden, eine elektronische Registrierung (Pre-Travel-Clearance) notwendig. Diese darf frühestens 72 Stunden vor Einreise erfolgen, Pendlerinnen/Pendler müssen sie alle 28 Tage erneuern. Die verpflichtende Registrierung entfällt bei der Einreise aus einem Staat oder Gebiet der Anlage 1, wenn schon bei der Einreise ein 3-G-Nachweis vorgelegt werden kann und gilt auch für Pendlerinnen/Pendler aus diesen Staaten und Gebieten. Das heißt, Personen, die den Test erst nach Einreise in Österreich durchführen, müssen sich weiterhin vorab online via Pre-Travel-Clearance registrieren.

Die jüngste Novelle der COVID-19-Einreiseverordnung 2021 trat am Donnerstag, den 8. Juli 2021, um 0.00 Uhr in Kraft. Die Verordnung ist derzeit bis einschließlich 31. August 2021 befristet.

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Rechtsgrundlagen

Letzte Aktualisierung: 13. Juli 2021

Für den Inhalt verantwortlich: Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz