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Praktische Maßnahmen zur Prävention

Die Bundesregierung trifft laufend Vorkehrungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Die Zahl der infizierten Personen ist in Österreich zwar noch vergleichsweise niedrig, doch in anderen Ländern Europas gibt es hohe Zuwachsraten. Gleichzeitig steigen die Fälle mit tödlichem Verlauf stark an.

Tagesaktuelle Informationen finden Sie auf den Seiten folgender Bundesministerien: 

Von der Bundesregierung wurden am 10. März 2020 folgende Maßnahmen und Empfehlungen getroffen:

Reisewarnungen für Italien und die Republik Korea (Südkorea)

Das österreichische Außenministerium hat für Italien und die Republik Korea Reisewarnungen (Sicherheitsstufe 6) ausgesprochen. Für China gilt nach wie vor ein hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 4) sowie eine partielle Reisewarnung (Sicherheitsstufe 5).

Der Einreisestopp für Personen aus Italien bedeutet, dass Personen nur mit einem ärztlichen Attest nach Österreich einreisen dürfen. Für Österreicherinnen/Österreicher in Italien wird eine Einreise mit Hilfe des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) organisiert. Aus Italien Ausreisende müssen bei der Ankunft in Österreich für mindestens zwei Wochen in häuslicher Isolation bleiben.

Alle Züge sowie Flüge von und nach Italien sind vorerst eingestellt, eine Durchreise durch Österreich ist erlaubt, solange es keinen Zwischenstopp gibt.

Vorerst keine Lehrveranstaltungen an Hochschulen bis Anfang April

An den Universitäten und Fachhochschulen werden vorerst bis Anfang April keine Lehrveranstaltungen und Prüfungen mit physischer Präsenz abgehalten. Der Unterricht wird eingeschränkt via E-Learning stattfinden. Gebäude der Universitäten und FHs bleiben geschlossen und es finden dort keinerlei Veranstaltungen statt. Zudem wird der physische Parteienverkehr eingestellt. Elektronische Anfragen werden bearbeitet. Auch die Bibliotheken bleiben geschlossen.

Heimarbeit ermöglichen

Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber werden, soweit es möglich ist, gebeten, den Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern die Arbeit von zu Hause aus zu ermöglichen.

Absage von Veranstaltungen

Outdoor-Veranstaltungen mit über 500 Teilnehmenden und Indoor-Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmenden werden abgesagt und finden vorerst bis Anfang April nicht statt.

Reduktion sozialer Kontakte

Um die Verbreitung des Coronavirus zu reduzieren, wird die Bevölkerung darum gebeten, die sozialen Kontakte, wenn möglich, einzuschränken und Hygienemaßnahmen zu berücksichtigen. Ebenso sollten die Gruß-Gewohnheiten (z.B. Hände schütteln) bis auf weiteres geändert werden.

Unterstützung für Unternehmen und den Tourismus

Aktuelle Inforamtionen zu "Telearbeitsplätze - mobiles Arbeiten", zu "Corona-Krisenbewältigungsfonds für Unternehmen und Arbeitsplätze", zum "Digital Team Österreich" sowie zu "Händler helfen Händler" finden sich auf oesterreich.gv.at.

Einzelne österreichische Unternehmen sind von den wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus negativ betroffen. Insbesondere müssen Lieferketten und Kundinnenbeziehungen/Kundenbeziehungen kurzfristig angepasst und die daraus resultierenden Kosten zwischenfinanziert werden. Damit es in diesem Zusammenhang nicht zu einer existenzbedrohenden Gefährdung für österreichische Unternehmen kommt, wird im Rahmen des aws-Garantieprogramms ein neues Angebot "Garantien für Überbrückungsfinanzierungen" im Ausmaß von 10 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Förderung wird vom "austria wirtschaftsservice" (aws) abgewickelt.

Um existenzbedrohende Liquiditätsengpässe in der Tourismuswirtschaft, oft familien- und inhabergeführte KMUs, zu vermeiden, hat das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) gemeinsam mit der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) ein Maßnahmenpaket für den Tourismus geschnürt. Die Österreichische Hotel- und Tourismusbank wird den Betrieben Haftungen zur Verfügung stellen, damit diese bei ihren Banken Überbrückungsfinanzierungen aufnehmen können.

Zusätzlich wird das Ministerium die üblicherweise für derartige Haftungsübernahmen anfallenden Kosten in diesen besonders gelagerten Fällen übernehmen. Durch den Entfall der Bearbeitungsgebühr (1 Prozent) und der Haftungsprovision (0,8 Prozent) werden die betroffenen Betriebe zusätzlich unterstützt.

Beratung per Hotline und Informationen im Web

Bei Erkrankung und Symptomen (Fieber, Husten, Kurzatmigkeit, Atembeschwerden) des Coronavirus soll das Haus nicht verlassen werden. Die notwendige Beratung erfolgt per Telefon, um eine Verbreitung durch das Verlassen des Hauses zu verhindern. Dafür steht das kostenlose Gesundheitstelefon unter der Nummer 1450 rund um die Uhr zur Verfügung.

Für alle Bürgerinnen/Bürger, die Informationen zu Übertragung, Symptomen und Vorbeugung des Coronavirus benötigen, wurde außerdem die "Infoline Coronavirus" eingerichtet. Diese ist sieben Tage in der Woche von 0 bis 24 Uhr erreichbar. Unter der Nummer 0800 555 621 beantworten Expertinnen/Experten alle Fragen.

Maßnahmen zur Prävention

Die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum persönlichen Schutz sowie zum Schutz von anderen Personen vor der Ansteckung mit Erregern respiratorischer Infektionen sind eine gute Händehygiene, korrekte Hustenetikette und das Einhalten eines Mindestabstandes (1 bis 2 Meter) von krankheitsverdächtigen Personen. Zusammengefasst bedeutet das: 

  • Die Hände sollten regelmäßig mit alkoholhaltigem Desinfektionsmittel oder mit Wasser und Seife mindestens 25 bis 30 Sekunden gereinigt werden.
  • Beim Husten oder Niesen sollten der Mund und die Nase immer mit einem Taschentuch (nicht mit den Händen) bedeckt werden. Danach sollte das Taschentuch sofort entsorgt werden und die Hände sollten gesäubert werden.
  • Der direkte Kontakt zu kranken Menschen sollte vermieden werden.
  • Beim Auftreten von Symptomen wie Fieber, Husten oder Atembeschwerden sollte der Aufenthaltsort nicht verlassen werden und umgehend eine medizinische Kontrolle erfolgen.
  • Der Kontakt zu toten sowie lebendigen Tieren soll vermieden werden.
  • Der Verzehr roher beziehungsweise nicht gar gekochter Tierprodukte sollte vermieden werden.

Überblick

Inhaltlicher Stand: 10. März 2020

Abgenommen durch: Bundeskanzleramt