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Sonderpädagogische Betreuungsformen

Schülerinnen/Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf können entweder eine der Behinderung entsprechende Sonderschule besuchen oder integrativ in der Volksschule, der Neuen Mittelschule (NMS), der Polytechnischen Schule, der Unterstufe einer allgemein bildenden höheren Schule oder der einjährigen Fachschule für wirtschaftliche Berufe unterrichtet werden. Die Eltern haben das Recht, sich für eine der beiden Organisationsformen zu entscheiden. Die Kinder bzw. Jugendlichen werden entweder nach Sonderschullehrplänen oder nach adaptierten Lehrplänen der Volksschule oder Neue Mittelschule (NMS) unterrichtet.

Folgende Betreuungsmöglichkeiten werden angeboten:

  • Sonderschulen mit eigenen Lehrplan:
    • Allgemeine Sonderschule (für leistungsbehinderte und lernschwache Kinder)
    • Sonderschule für blinde Kinder (Bundes-Blindenerziehungsinstitut in Wien)
    • Sonderschule für gehörlose Kinder (Bundesinstitut für Gehörlosenbildung in Wien)
    • Sonderschule für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf und
    • Sonderschule für erziehungsschwierige Kinder (Sondererziehungsschule)
  • Sonderschulen, die nach einem Lehrplan der Volksschule, der Neuen Mittelschule, der Polytechnischen Schule oder nach dem Lehrplan einer Sonderschule anderer Art unterrichten:
    • Sonderschule für körperbehinderte Kinder
    • Sonderschule für sprachgestörte Kinder
    • Sonderschule für sehbehinderte Kinder
    • Sonderschule für schwerhörige Kinder
    • Sonderschule für Kinder im Krankenhaus (Heilstättenschule)

Eine Sonderschule zeichnet sich durch die niedrigen Klassenschülerzahlen (höchstens acht bis 15 Schülerinnen/Schüler pro Klasse – je nach Art der Behinderung), speziell ausgebildete Pädagoginnen und Pädagogen und die dadurch möglichen individuellen Unterrichtsmethoden aus.

Gibt es an der nächstgelegenen Volksschule, Neuen Mittelschule (NMS), Polytechnischen Schule, Unterstufe einer allgemein bildenden höheren Schule oder einjährigen Fachschule für wirtschaftliche Berufe keine entsprechenden Möglichkeiten der sonderpädagogischen Förderung, dann ist die Bildungsdirektion aufgefordert, bei Schulerhaltern und zuständigen Behörden die notwendigen Maßnahmen zu beantragen.

Ist die Schule behindertengerecht auszustatten, hat die Bildungsdirektion einen entsprechenden Antrag an den Schulerhalter (meistens die Gemeinde) zu stellen. Diese muss dafür sorgen, dass beispielsweise eine Rampe für Rollstühle errichtet, die sanitären Anlagen angepasst werden oder spezielles Mobiliar gekauft wird. Bedarf es einer zusätzlichen oder einer entsprechend ausgebildeten Lehrkraft, muss die Bildungsdirektion diese bei der zuständigen Behörde anfordern.

Inhaltlicher Stand: 01.01.2019
Abgenommen durch: Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung