Energie und Ressourcen sparen im Alltag – Ein Überblick

Auf dieser Seite finden Sie Anregungen, wie Sie Energie und Ressourcen im Alltag sparen können.

Heizkosten sparen

Beim Heizen bieten sich allein aufgrund der Änderung der Heizgewohnheiten oft größere Energiesparmöglichkeiten.

  • Bewusster heizen
    Wenn niemand zu Hause ist, können Sie die Temperatur absenken. Mit einem programmierbaren Thermostat kann die Heizung kurz vor dem Nachhausekommen eingeschaltet werden.
    Nutzen Sie die Restwärme der Heizung. Senken Sie die Heiztemperatur eine halbe oder sogar eine ganze Stunde ab, bevor Sie einen Raum für längere Zeit verlassen (z.B. im Wohnzimmer, bevor Sie zu Bett gehen).
    In der Küche geben Backofen und Kühlschrank Wärme ab. Dort können Sie die Heiztemperatur entsprechend absenken.
  • Heiztemperatur absenken
    Senken Sie über die gesamte Heizperiode die Heiztemperatur um zwei Grad. So können Sie die Heizkostenrechnung um jährlich zwölf Prozent reduzieren.
  • Heizkörper freihalten
    Wärme wird vor allem über Luftzirkulation im Raum verteilt. Heizkörper sollten daher nicht von Möbeln oder Vorhängen verdeckt sein.
  • Heizkörper entlüften
    Ist Luft im Heizkörper, kann das warme Wasser weniger gut zirkulieren. Das stört die Wärmeabgabe.
  • Regelmäßige Heizungswartung
    Nur eine gepflegte Heizungsanlage erreicht gute Verbrauchswerte und hält die Grenzwerte beim Abgas ein. Dadurch sparen Sie Energie und senken Ihre Heizkosten.
  • Stoßlüften
    Lüften Sie mindestens dreimal täglich mittels Stoßlüftung statt durch Dauerkippen der Fenster. So verhindern Sie, dass die Wände auskühlen. Damit sparen Sie etwa fünf Prozent Energie ein.
  • Türen schließen
    Halten Sie Türen zu kühleren Räumen geschlossen. Auch dadurch können Sie etwa fünf Prozent Energie eingesparen.
  • Rollläden und Jalousien schließen
    Schließen Sie Rollläden und Jalousien nach Einbruch der Dunkelheit (oder auch tagsüber bei nicht genutzten Räumen). Damit lässt sich der Wärmeverlust an den Fenstern um bis zu 20 Prozent reduzieren.
  • Fenster abdichten
    Undichte Fenster verursachen mindestens zehn Prozent höheren Energieverbrauch. Dichtungsbänder verhindern den Wärmeverlust auch bei älteren Gebäuden.
  • Luftfeuchtigkeit anheben
    Feuchte Luft fühlt sich wärmer an als trockene. Pflanzen können helfen, um eine ideale Luftfeuchtigkeit von 30 bis 55 Prozent zu erreichen.

Achtung

Achten Sie trotz aller Sparmaßnahmen auf ein angemessenes Heiz- und Lüftungsverhalten in den Räumen, um Schäden am Gebäude zu verhindern. In nicht geheizten Räumen können Kälteschäden auftreten. Bei reduziertem Lüften kann sich leichter Schimmel bilden.

Energie sparen

Die Möglichkeit, im Haushalt Energie einzusparen, bietet sich vor allem in folgenden Bereichen:

Darüber hinaus lohnt sich ein umsichtiger Umgang mit Warmwasser. Sowohl in der Küche als auch im Badezimmer bestehen einfache Möglichkeiten, Energie und somit Kosten zu sparen:

  • Duschen statt baden
    Duschen verbraucht viel weniger Energie als baden in der Wanne, und zwar weniger als die Hälfte.
  • Duschdauer verkürzen
    Die durchschnittliche Duschzeit in Österreich beträgt fünf Minuten. Eine verkürzte Duschdauer um eine Minute spart bereits 20 Prozent der Energie ein.
  • Duschtemperatur reduzieren
    Duschen Sie nicht zu warm. Eine etwas niedrigerer Temperatur spart nicht nur Energie, sondern tut auch der Haut gut.
  • Kaltes Wasser verwenden
    Bei kurzer Verwendung reicht kaltes Wasser oft aus (z.B. beim Zähneputzen, Händewaschen oder beim Abwaschen von Lebensmitteln). Bis das Wasser sich erwärmt hat, ist der Vorgang meist beendet.
  • Geschirrspüler verwenden oder Spültipps beachten
    Für den Abwasch von Geschirr ist es am energieeffizientesten, einen Geschirrspüler zu verwenden. Falls Sie mit der Hand abwaschen, sollten Sie verhindern, ununterbrochen das Wasser fließen zu lassen. Sie sollten einen Stoppel im Spülbecken verwenden.

Tipp

Wenn ein elektrisches oder elektronisches Geräte einen Defekt hat, sollte es nach Möglichkeit repariert werden, um ihm so zu einer möglichst langen Nutzungsdauer zu verhelfen. Durch eine Gerätereparatur werden Rohstoff- und Energieressourcen sowie das Klima geschont und das Elektroschrottaufkommen reduziert.

Selbsterzeugung von Strom

Der wichtigste erneuerbare Energieträger in Österreich ist die Wasserkraft, die etwas mehr als die Hälfte zur Stromaufbringung beiträgt. Zudem tragen Windkraft und Photovoltaik zur Stromversorgung bei. Die mit Abstand häufigste Technologie, mit der private Haushalte selbst Strom erzeugen, ist die Photovoltaik.

Photovoltaikanlagen

Photovoltaikanlagen nutzen die Energie der Sonne, wandeln Sonnenlicht in elektrischen Strom um. Die Photovoltaikanalagen können auf dem Dach, dem Balkon oder der Terrasse errichtet werden. Wesentlicher Bestandteil der Photovoltaikanlage sind die Solarmodule mit den Solarzellen. Die Solarzellen wandeln das Sonnenlicht über einen Wechselrichter in Haushaltsstrom um. Photovoltaik unterscheidet sich von Solarthermie darin, dass Strom und nicht Wärme produziert wird.

Der Bundesverband Photovoltaic Austria (PV Austria) informiert über die zehn Schritte zur eigenen Photovoltaikanlage.

Plug-in-Photovoltaikanlagen

Mit Plug-in-Photovoltaikanlagen (auch: Mini-PV-Anlagen) kann eigener Solarstrom in einer Wohnung erzeugt werden. Seit einigen Jahren dürfen diese Plug-in-Anlagen in Österreich betrieben werden. Die Maximalleistung beträgt 800 Watt. Die Plug-in-Anlagen können ohne großen Aufwand beispielsweise auf Balkonen installiert werden. Für diese Kleinsterzeugungsanlagen bedarf es keiner Genehmigung des Netzbetreibers. Es bedarf aber einer Verständigung des Netzbetreibers bzw. einer Meldung zwei Wochen vor Inbetriebnahme der Anlage.

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) gibt Auskunft über die technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Plug-in-Photovoltaikanlagen. Die E-Control beantwortet häufig gestellte Fragen im Zusammenhang mit den Mini-PV-Anlagen.

Bürgerenergiegemeinschaften

Das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) schafft die rechtlichen Rahmenbedingungen für Bürgerenergiegemeinschaften. Bürgerenergiegemeinschaften können Energie in einer oder mehreren Erzeugungsanlagen produzieren und über das öffentliche Netz austauschen. Auf diese Weise kann überschüssiger Strom am Markt verwertet werden.

Nähere Informationen finden Sie auf → energiegemeinschaften.gv.at.

Weiterführende Informationen

Letzte Aktualisierung: 1. Jänner 2023

Für den Inhalt verantwortlich: oesterreich.gv.at-Redaktion