Sanierungsscheck für Private 2020 (Ein- und Zweifamilienhaus, Reihenhaus)

Allgemeine Informationen

Achtung

Die Förderungsaktion "Sanierungsscheck für Private 2020" wurde mit 31. Dezember 2020 erfolgreich beendet. Eine Antragstellung ist nicht mehr möglich. Bis spätestens 30. September 2022 muss die Endabrechnung inklusive aller geforderten Unterlagen bei der zuständigen Stelle einlangen.

Mit dem Sanierungsscheck für Private 2020 (Ein- und Zweifamilienhaus, Reihenhaus) werden thermische Sanierungen im privaten Wohnbau für Gebäude, die älter als 20 Jahre sind, gefördert. Förderungsfähig sind umfassende Sanierungen nach klimaaktiv-Standard bzw. gutem Standard sowie Teilsanierungen, die zu einer Reduktion des Heizwärmebedarfs um mindestens 40 Prozent führen.

Einreichen können natürliche Personen. Gefördert werden Leistungen, die ab 1. Jänner 2020 erbracht wurden.

Zielgruppen

Der Sanierungsscheck für Ein-/Zweifamilienhäuser und Reihenhäuser richtet sich an (Mit-)Eigentümerinnen/(Mit-)Eigentümer, Bauberechtigte und an Mieterinnen/Mieter eines Ein-/Zweifamilienhauses oder Reihenhauses. Für Gebäude mit drei oder mehr Wohneinheiten gelten besondere Förderungskriterien.

Förderungsfähige Maßnahmen

Folgende Maßnahmen sind förderungsfähig:

  • Dämmung der Außenwände
  • Dämmung der obersten Geschoßdecke bzw. des Daches
  • Dämmung der untersten Geschoßdecke bzw. des Kellerbodens
  • Sanierung bzw. Austausch der Fenster und Außentüren

Förderungsfähige Kosten

Die förderungsfähigen Kosten setzen sich aus den Kosten für das Material sowie für Planung (z.B. Energieausweis) und Montage zusammen. Maßnahmen, für die keine Montagerechnung von einer Professionistin/einem Professionisten vorgelegt wird, können nicht gefördert werden.

Höhe der Förderung

Die Förderung wird in Form eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Investitionskostenzuschusses vergeben. Planungskosten werden mit maximal zehn Prozent aller förderungsfähigen Kosten bei der Berechnung der Förderung berücksichtigt.

Höhe der Förderung
Förderungsfähige Maßnahme Förderung thermische Sanierung
Teilsanierung 40 Prozent 4.000 Euro
Umfassende Sanierung guter Standard 5.000 Euro
Umfassende Sanierung klimaaktiv 6.000 Euro
3.000 Euro Zuschlag bei der Verwendung von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen (mindestens 25 Prozent aller gedämmten Flächen)

Hinweis

Die Förderung ist mit maximal 30 Prozent der förderungsfähigen Investitionskosten begrenzt. Die endgültige Förderungssumme wird nach Umsetzung der Maßnahmen und Vorlage der Endabrechnungsunterlagen ermittelt und ausbezahlt.

Für die Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden ist der Heizwärmebedarf (spezifischer Heizwärmebedarf Referenzklima – spez. HWBRK) um mindestens 20 Prozent zu reduzieren. Die maximale Förderung beträgt in diesem Fall 4.000 Euro bzw. maximal bis zu 30 Prozent der förderungsfähigen Investitionskosten. Die durchgeführten Maßnahmen müssen aus denkmalpflegerischer Sicht für das Bauwerk "vertretbar" sein. Um dies nachzuweisen, ist gemeinsam mit dem Förderungsantrag die Bestätigung des Bundesdenkmalamts (Formblatt "Denkmalschutz Sanierungsscheck 2020") über die geplanten Maßnahmen zu übermitteln.

Voraussetzungen

Alter des Gebäudes

Gefördert werden thermische Sanierungen von Gebäuden, die zum Zeitpunkt der Antragstellung älter als 20 Jahre sind (Datum der Baubewilligung).

Lage des Gebäudes

Eine Förderung ist nur für Gebäude im Inland möglich.

Reduktion des Heizwärmebedarfs

Im Rahmen der Förderungsaktion werden Maßnahmen gefördert, die den Heizwärmebedarf (HWB) von privatem Wohnraum reduzieren. Bei einer umfassenden thermischen Sanierung (klimaaktiv oder guter Standard) darf ein bestimmter Heizwärmebedarf nicht überschritten werden. Bei der Teilsanierung 40 Prozent muss der Heizwärmebedarf um mindestens 40 Prozent reduziert werden. Einzelmaßnahmen können bei hinreichender Heizwärmebedarfsreduktion auch als "Umfassende Sanierung" bzw. "Teilsanierung 40 Prozent" beantragt werden. Wird eine umfassende Sanierung oder Teilsanierung 40 Prozent nur durch den Tausch von Fenstern/Außentüren erreicht, muss der Tausch mindestens 75 Prozent der bestehenden Fenster und Außentüren umfassen.

Für die Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden ist der Heizwärmebedarf (spezifischer Heizwärmebedarf Referenzklima) um mindestens 20 Prozent zu reduzieren.

Fristen

Eine Antragstellung ist ab 11. Mai 2020 möglich. Anträge können so lange gestellt werden, wie Budgetmittel vorhanden sind, längstens jedoch bis 31. Dezember 2020. Sollten die zur Verfügung stehenden Förderungsmittel vor Ende der Einreichfrist ausgeschöpft sein, kann vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie eine vorzeitige Beendigung der Förderungsaktion und damit der Einreichmöglichkeit festgelegt werden.

Die Lieferung von Materialien und die Umsetzung der geförderten Maßnahmen müssen zwischen 1. Jänner 2020 und 30. Juni 2022 erfolgen.

Bis spätestens 30. September 2022 muss die Endabrechnung inklusive aller geforderten Unterlagen bei der zuständigen Stelle einlangen.

Zuständige Stelle

Kommunalkredit Public Consulting GmbH (→ KPC)

Verfahrensablauf

Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online unter www.sanierungsscheck20.at (→ KPC).

Im Rahmen des "Sanierungsscheck 2020" kann pro Antragstellerin/Antragsteller nur ein Förderungsantrag gestellt werden. Weiters kann auch pro Objekt (= Einfamilienhaus oder Reihenhaus bzw. Wohneinheit eines Zweifamilienhauses) nur ein Förderungsantrag eingereicht werden.

Der Förderungsantrag muss Angaben zu den geplanten Maßnahmen und den dafür veranschlagten Kosten enthalten. Diese müssen unter Berücksichtigung des Dokuments "Förderungsfähige Kosten" im Antrag eingetragen werden. Die Berechnung der vorläufigen Förderungshöhe erfolgt ausschließlich auf Basis der Angaben im Antragsformular. Die tatsächliche Förderungsfähigkeit sowie die endgültige Förderungshöhe werden nach Umsetzung der Maßnahmen und Vorlage der Endabrechnungsunterlagen ermittelt.

Die energetische Ausgangssituation für das Sanierungobjekt bei Antragstellung und die Erfüllung der Förderungsvoraussetzungen müssen mithilfe eines Energieausweises dargestellt werden. Dies ist im Antragsformular unter "Technische Details Energieausweis" von einer zur Ausstellung von Energieausweisen befugten Person gutachterlich zu bestätigen. Der Energieausweis ist dabei für das zu sanierende Ein-/Zweifamilienhaus bzw. Reihenhaus auszustellen.

Die antragsgemäße Umsetzung des Projektes ist bei der Endabrechnung durch die Förderungsnehmerin/den Förderungsnehmer zu bestätigen. Rechnungen müssen auf die Förderungsnehmerin/den Förderungsnehmer ausgestellt und von der Förderungsnehmerin/dem Förderungsnehmer bezahlt worden sein. Wenn die Umsetzung vom Förderungsantrag abweicht, ist dies im Formular "Technische Details Energieausweis" darzustellen sowie die Erfüllung der Förderungsvoraussetzungen von einer zur Ausstellung von Energieausweisen befugten Person gutachterlich zu bestätigen. Bei denkmalgeschützten Gebäuden sind im Bedarfsfall die Abweichungen von den beantragten Maßnahmen vom Bundesdenkmalamt zu bestätigen.

Erforderliche Unterlagen

Dem Online-Antrag sind folgende Unterlagen in elektronischer Form beizufügen:

  • Formular "Technische Details Energieausweis"
  • Meldezettel oder amtlicher Lichtbildausweis, wenn nicht in Österreich gemeldet (Haupt- oder Nebenwohnsitz im zu sanierenden Objekt ist keine Förderungsvoraussetzung)
  • Bei denkmalgeschützten Gebäuden außerdem: Bestätigung des Bundesdenkmalamts – Formblatt "Denkmalschutz Sanierungsscheck 2020"

Kosten

Es fallen keine Gebühren und Abgaben für die Antragstellung an.

Zusätzliche Informationen

Die Kombination des Sanierungsschecks für Private 2020 mit eventuellen Landesförderungen ist möglich. Nähere Informationen bieten die zuständigen Landesförderungsstellen. Die KPC übernimmt im Auftrag einiger Bundesländer die Abwicklung der Landesförderungen. In diesen Fällen überprüft die KPC im Zuge der Antragsstellung, ob das Projekt durch eine zusätzliche Landesförderung unterstützt werden kann.

Für die beantragten Maßnahmen kann kein weiterer Förderungsantrag nach einem Bundesförderungsprogramm gestellt werden.

Weiterführende Links

Rechtsgrundlagen

Zum Formular

Letzte Aktualisierung: 22. April 2021

Für den Inhalt verantwortlich: oesterreich.gv.at-Redaktion