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Allgemeines zur Korridorpension

Die Korridorpension kann mit entsprechenden Abschlägen bereits vor Erreichen des Regelpensionsalters (60 Jahre für Frauen und 65 Jahre für Männer) in Anspruch genommen werden, wenn eine lange Versicherungsdauer besteht. Die Korridorpension gilt grundsätzlich für Männer und Frauen in gleicher Weise und kann frühestens ab 62 Jahren in Anspruch genommen werden. Für Frauen kommt diese Pensionsart daher erst ab dem Jahr 2028 in Betracht.

Davor haben Frauen die Möglichkeit, bereits vor dem 62. Geburtstag entweder eine Alterspension oder eine "vorzeitige Alterspension bei langer Versicherungsdauer" in Anspruch zu nehmen.

Seit dem Jahr 2017 sind bei Vollendung des 62. Lebensjahres 480 Versicherungsmonate oder 40 Versicherungsjahre Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Korridorpension.

Abschläge

Für ab dem 1. Oktober 1952 geborene Männer

Grundsätzlich wird eine vorzeitige Alterspension berechnet. Der Abschlag von 4,2 Prozent berechnet sich für die Zeit vom Pensionsstichtag bis zum Regelpensionsalter (65) und fällt in den Verlustdeckel. Zusätzlich wird für die Zeit vom Pensionsstichtag bis zum Regelpensionsalter (65) ein Abschlag mit 2,1 Prozent pro Jahr berechnet.

Für ab dem 1. Jänner 1955 geborene Männer

Für jedes Jahr vor dem Regelpensionsalter (65) wird ein Abschlag von 5,1 Prozent berechnet. Grundlage für die Pensionshöhe ist das Pensionskonto.

Pensionswegfall

Zu einem Wegfall der Korridorpension kommt es, wenn während des Pensionsbezuges

  • eine Erwerbstätigkeit ausgeübt wird, die eine Pflichtversicherung in der gesetzlichen Pensionsversicherung (aufgrund unselbstständiger oder selbstständiger Tätigkeit) nach sich zieht. Die Pension fällt für die Dauer der Pflichtversicherung in der Pensionsversicherung weg.
  • eine sonstige Erwerbstätigkeit ausgeübt wird, die die Geringfügigkeitsgrenze von 446,81 Euro pro Monat im Jahr 2019 übersteigt. Die Pension fällt für jeden Monat weg, in dem die Einkünfte die Geringfügigkeitsgrenze überschreiten.

Zu einem Wiederaufleben der weggefallenen Korridorpension kommt es, wenn die oben genannten Punkte wegfallen.

Korridorpension und Arbeitslosenunterstützung

Hat eine Person die Voraussetzungen für die Korridorpension (Mindestalter 62 Jahre) bereits erfüllt, kann sie, wenn sie das letzte Dienstverhältnis nicht selbst gelöst bzw. die Auflösung des Arbeitsverhältnisses weder angestrebt noch verschuldet hat, noch für ein Jahr eine Leistung aus der Arbeitslosenversicherung erhalten. Nähere auf den konkreten Sachverhalt bezogene Auskünfte dazu sind bei der jeweils zuständigen regionalen Geschäftsstelle des AMS erhältlich. Damit ist die Freiwilligkeit der Korridorpension gewährleistet.

Achtung

Arbeitslosenunterstützung wird jedoch längstens bis zur Erreichung der Anspruchsvoraussetzungen für die vorzeitige Alterspension bei langer Versicherungsdauer gewährt.

Hinweis

Ebenso wird sichergestellt, dass bei Vorliegen der Voraussetzungen für die Korridorpension (Mindestalter 62 Jahre) der Anspruch auf Berufsunfähigkeits-, Invaliditäts- und Erwerbsunfähigkeitspension nicht verloren geht.

Weiterführende Links

Inhaltlicher Stand: 01.01.2019

Abgenommen durch: Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz