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Digitaler Krisenstab und „Aufdecker Netzwerk“

Digitaler Krisenstab
Foto: ©Tanusha - stock.adobe.com

Der Digitaler Krisenstab im Bundeskanzleramt fördert die Zusammenarbeit von Medien, Zivilgesellschaft und Wissenschaft gegen Falschmeldungen rund um das Corona Virus durch die Einrichtung eines gesamtgesellschaftlichen „Aufdecker Netzwerks“.

Zur Bewältigung der großen Herausforderungen, denen wir aufgrund des Corona Virus gemeinsam als Gesellschaft gegenüberstehen, ist eine umfassende, aktive und vertrauenswürdige Informationsarbeit für die Österreicherinnen und Österreicher von allerhöchster Wichtigkeit.

Der Digitale Krisenstab arbeitet in Form einer ressortübergreifenden interministeriellen Zusammenarbeit und wird vom Büro des Medienbeauftragten Gerald Fleischmann koordiniert. Alle Bundesministerien stellen für die Arbeit des Stabes Kontaktpersonen für Rückfragen und ressortspezifische Informationen.

Aufgabenbereich

Der digitale Krisenstab koordiniert u.a. das am 19.3. eingerichtete „Aufdecker Netzwerk“ gegen Falschinformation in Bezug auf das Corona Virus. Das Netzwerk besteht aus derzeit ca. 20 Teilnehmern und setzt sich aus Vertretern der österreichischen Medien sowie Experten aus der Zivilgesellschaft, der Wissenschaft und Forschung zusammen - darunter Social-Media-Expertin Ingrid Brodnig, Ross King, Leiter des Digital Insight Lab am Austrian Institute of Technology (AIT), Cornelius Granig, Cyber-Security-Experte bei Europol und Andre Wolf von der Faktencheck-Plattform mimikama.at. Die derzeit teilnehmenden Medienunternehmen sind: ORF, Puls4, Kronen Zeitung, Kleine Zeitung, Heute, Kurier, Presse, Standard und Wiener Zeitung.

Ziel des Netzwerks ist es, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch den schnellen Informationsaustausch einen guten Überblick über aktuelle kursierende Falschmeldungen in Bezug auf das Corona Virus bekommen und dadurch – im Sinne einer gesamtgesellschaftlichen Zusammenarbeit – die entsprechende Informationsarbeit sowie Aktivitäten im Bereich Faktenprüfung weiter optimiert werden können.

Der digitale Krisenstab trifft dabei keine inhaltlichen Entscheidungen, sondern fungiert lediglich als operative Drehscheibe zwischen den beteiligten Medien und Experten und stellt dem Netzwerk offizielle Informationen der Bundesministerien und anderer öffentlicher Stellen zur Verfügung. Einmal pro Tag werden die von den teilnehmenden Medien einzeln eingemeldeten Inhalte gesammelt und an das Netzwerk zum Austausch sowie für Recherchen ausgeschickt.

Die von den Medien und den Experten recherchierten und richtig gestellten Inhalte werden vom Stab auf den eigenen offiziellen digitalen Kanälen des Bundeskanzleramts als solche verwendet und sind dort ersichtlich. Das geschieht beispielsweise durch einen Hinweis, dass es sich bei einer bestimmten Meldung um keine bestätigte Information bzw. um eine definitive Falschinformation handelt und durch das zur Verfügung stellen von verlässlichen Informationen der Bundesministerien und anderer öffentlicher Einrichtungen.

Der Inhalt der Falschmeldungen reicht dabei von diversen Verschwörungstheorien, über Verharmlosungen des Corona Virus und zum Teil gefährlichen Empfehlungen zur Behandlung oder Selbstdiagnose, bis hin zu Falschmeldungen über angeblich bevorstehende Verordnungen oder Einschränkungen für die Bevölkerung. Ziel ist es, im Rahmen der umfassenden Informationsarbeit der Bundesregierung, Gerüchten und falschen Informationen, die unsere gesamtgesellschaftlichen Anstrengungen zur Eindämmung des Corona Virus gefährden, aktiv mit verlässlicher Information auf den offiziellen digitalen Kanälen entgegenzutreten.