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Die Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt hat am 10. Mai 2010 eine Stellungnahme zu "Gen- und Genomtests im Internet" abgegeben. Die Bioethikkommission sah die Notwendigkeit, sich mit diesem Thema zu befassen, da Firmen das Internet dafür nutzen, Produkte unter Umgehung der nationalen gesetzlichen Vorschriften direkt zu vermarkten. Dies wird vorwiegend von Firmen in den USA gemacht, die Gen- und Genomtests für umgerechnet etwa 300 bis 2.000 Euro, je nach Bandbreite der Leistungen, anbieten.
Da die in Österreich für Gen- und Genomtests geltenden gesetzlichen Schranken in Bezug auf die Selbstbestimmung des Patienten, die Beratung und den Datenschutz in diesem Zusammenhang nicht greifen, rät die Bioethikkommission zur Vorsicht bei "Selbsttestung" über das Internet.
Die Bioethikkommission empfiehlt,
Für den Fall, dass trotzdem ein Gen- oder Genomtest im Internet gewünscht wird, empfiehlt die Bioethikkommission,
Weiters empfiehlt die Bioethikkommission relevanten beruflichen Interessensorganisationen, wie etwa den Ärztekammern und ihren Mitgliedern, entsprechendes Fortbildungsmaterial zur Verfügung zu stellen.
Link zur Stellungnahme (PDF 137 kB)
Rückfragehinweis:Mag. Dr. Doris WolfslehnerBioethikkommission beim Bundeskanzleramt - Geschäftsstelle1010 Wien, Ballhausplatz 2Tel.: +43 1 531 15-2987Fax: +43 1 531 09-2987E-Mail:doris.wolfslehner@bka.gv.at