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Der Medienstaatssekretär eröffnete heute die weltgrößte Zeitungsmesse in Wien
"Die Wirtschaftskrise hat auch den Printmedien zugesetzt, die gewaltige Einbrüche der Werbewirtschaft zu spüren bekamen", sagte Medienstaatssekretär Josef Ostermayer anlässlich der Eröffnung der IFRA 09 auf dem Wiener Messegelände. Die Regierungen in Europa und den USA waren zu Beginn der Krise bemüht, die Finanzmärkte zu stabilisieren, "agierten wie die Feuerwehr am Beginn eines großen Brandes", so Ostermayer. Die Maßnahmen sollen nun auch die Medienwirtschaft, die von den Einbrüchen der Werbewirtschaft betroffen ist, stabilisieren. "Wir wollen die Medien unterstützen, um die Vielfalt zu erhalten", betonte der Staatssekretär. "Wir wollen keine Bereinigung am Medienmarkt, wir kämpfen für die Vielfalt. Denn die Stabilität dieser Vielfalt ist Voraussetzung für eine funktionierende und lebendige Demokratie."
Deshalb kämpfe die österreichische Bundesregierung auch für Optimismus in der Zeitungsbranche und unterstütze die Medien mit konkreten Förderungen. "Es gibt auch schon erste Anzeichen der Erholung", sagte der Staatsekretär. Die Zeitungen konnten, so Ostermayer, ihre Reichweiten von 72 auf 76 Prozent erhöhen wie die letzte Mediaanalyse in Österreich zeige, "das zeigt, die Zeitung ist nicht tot, die Zeitung hat Zukunft. Das Internet verdrängt nicht die Printversion, es ergänzt sie", schloss der Medienstaatssekretär.
Die österreichische Bundesregierung hat deshalb trotz schwieriger Budgetsituation die Presseförderung in voller Höhe aufrechterhalten und eine neue Medienförderung eingeführt.
Ostermayer überbrachte auch die Grußworte des Bundespräsidenten und wünschte der Ausstellung viel Erfolg. Die Messe wird von WAN-IFRA, dem Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien organisiert. Aus diesem Zusammenschluss resultiert der Verband für die Verlagswelt und deren Zulieferindustrie. WAN-IFRA repräsentiert mehr als 18.000 Publikationen in aller Welt, mehr als 15.000 Nachrichten-Websites und mehr als 3.000 Unternehmen in 123 Ländern. 284 Aussteller aus über 120 Ländern zeigen in diesen Tagen in Wien ihre Angebote.
Fotos der heutigen Eröffnung können sie unter http://fotoservice.bundeskanzleramt.at/ kostenlos herunterladen.
Ingesamt 12 Millionen Euro neu für Medienförderung, davon sechs Millionen Euro neue Budgetmittel, weitere rund sechs Millionen Euro werden durch bisherige Mittel im Digitalisierungsfonds gespeist. Sämtliche Posten sind aus den Einnahmen der Rundfunkgebühren finanziert.
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