10.11.2008
Frauenministerin Silhavy eröffnete Ausstellung zum Thema "Gewalt in der Familie"

Verstärkte Sensibilisierung junger Menschen für diese Gewaltform

Frauenministerin Heidrun Silhavy eröffnete heute, Montag, die Ausstellung "Hinter der Fassade - Gewalt in der Familie" in Amstetten, die unter anderem von der Frauenberatung Mostviertel, dem Frauenhaus Amstetten und dem Gewaltschutzzentrum Niederösterreich initiiert wurde. Ziel der Ausstellung ist es, die Ursachen von körperlicher und seelischer Gewalt sichtbar zu machen. Anhand einer nachgebauten Familienwohnung werden Formen von Gewalt in den eigenen vier Wänden aufgezeigt und auf Möglichkeiten der Prävention und des Opferschutzes hingewiesen.

"Gewalt in der Familie ist weder eine Privatangelegenheit noch ein Kavaliersdelikt, sondern eine schwere Menschenrechtsverletzung", betonte die Frauenministerin in ihrer Eröffnungsansprache. "Mit dem Gewaltschutzgesetz, das vor über zehn Jahren in Kraft getreten ist, hat Österreich eine internationale Vorreiterrolle eingenommen. In der Praxis hat sich gezeigt, dass es noch immer Lücken im Opferschutz gibt, daher ist die Weiterentwicklung der gesetzlichen Bestimmungen von zentraler Bedeutung und ich hoffe auf eine baldige Beschlussfassung des 2. Gewaltschutzgesetzes, das von Justizministerin Berger ausgearbeitet wurde", so Silhavy.

Neben gesetzlichen Verbesserungen ist die Prävention und Sensibilisierungsarbeit wesentlich, aber auch der Ausbau von Interventionsstellen und Betreuungseinrichtungen. Die Ausstellung wendet sich im speziellen an Schulklassen, um über das Thema häusliche Gewalt nachzudenken und junge Menschen für diese Fragen zu sensibilisieren.